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Holiday Inn Berlin-Mitte
"Es lebe die Revue" und Candlelight Dinner-Menü "Genuss zu Zweit"

Eingerichtet mit originalen Requisiten der CCC Filmstudios und vielen Erinnerungen an große deutsche Filme, bietet das Restaurant "Movie" Platz für angeregte Gespräche und lädt zum Schlemmen ein. Es erwartet Sie eine Auswahl regionaler und internationaler Gerichte.

Aus unserem Kulinarischen Kalender: Es lebe die Revue: 05. Januar 2012 - 07. März 2012

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 06.30 - 10.00 Uhr
Samstag und Sonntag: 07.00 - 11.00 Uhr
Mittag (kleine Karte): 11.30 - 13.30 Uhr
Abendessen: 17.30 - 22.00 Uhr

Kids eat free
Kinder bis einschließlich 12 Jahre essen in unserem Restaurant aus der Kinderkarte kostenfrei, wenn sie in Begleitung eines zu Mittag oder zu Abend essenden Erwachsenen sind (max. 2 Kinder pro einem Erwachsenen). Dieses Angebot gilt für Familien, die im Hotel übernachten.

"Genuss zu Zweit"

Jeden Freitag ab 18:00 Uhr können Sie ein 3-Gang-Menü genießen - Candlelight Menü
Preis pro Person: 22,00 Euro
Sommer - Sonne - Spiele - Spaß
In der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz

Sommerspielwaren für kleine und große Leute findet ihr ab sofort in einer riesigen Auswahl auf der Sonderfläche in der 3. Etage der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz.
In der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz

Sommerspielwaren für kleine und große Leute findet ihr ab sofort in einer riesigen Auswahl auf unserer Sonderfläche in der 3. Etage. Außerdem erwarten alle LEGO Freunde eine Ausstellung der " LEGO Friends " Mia, Andrea, Emma, Stephanie und Olivia. Dort kannst du lustige Spiele spielen und tolle Produkte sehen und kaufen. Wir erwarten dich!

 

 
United Buddy Bears in Indien
Im Central Park des Connaught Place sind die Bären bis zum 06. Mai 2012 ausgestellt

Die United Buddy Bears sind zu Gast in Indien, der mit 1,2 Mrd. Einwohnern größten Demokratie der Welt.
Im Central Park des Connaught Place sind die Bären bis zum 06. Mai 2012 ausgestellt

Die United Buddy Bears sind zu Gast in Indien, der mit 1,2 Mrd. Einwohnern größten Demokratie der Welt. Im Central Park des Connaught Place, Dreh- und Angelpunkt von Neu Delhi, sind die Bären bis zum 06. Mai 2012 im Rahmen des Deutschlandjahres "Deutschland und Indien 2011 – 2012: Unbegrenzte Möglichkeiten" ausgestellt.

Am 27. März 2012 eröffneten Sheila Dikshit (Chief Minister von Delhi), Klaus Wowereit (Regierender Bürgermeister von Berlin) und Cord Meier-Klodt (Geschäftsträger a.I. Deutsche Botschaft Neu Delhi) gemeinsam mit Eva und Klaus Herlitz die Ausstellung in Neu Delhi.

Für Sheila Dikshit war die Eröffnung der Ausstellung eine Herzensangelegenheit: "Die Buddy Bären stehen für Liebe und Zuwendung, für ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und für Frieden und Freude. Ich bin überzeugt, dass sie allen Menschen – ganz gleich welchen Alters - sehr viel Freude schenken werden."

Die Besucher teilen die Begeisterung der Chief Ministerin. Bereits während der Aufbauphase entstanden hunderte Erinnerungsfotos. Nach der offiziellen Eröffnung musste der Central Park an mehreren Tagen zeitweilig wegen des riesigen Andrangs geschlossen werden.

Partner und Sponsoren

Das Projekt der United Buddy Bears ist nicht-kommerziell. Ohne das Engagement vieler Institutionen, Organisationen, Unternehmen und Persönlichkeiten wäre die Reise der Ausstellung, die seit 10 Jahren in den Metropolen der Welt zu sehen ist, nicht möglich.

In Indien wird die Ausstellung von der Stadtverwaltung in Neu Delhi, Hamburg Süd, Clintus Network Limited, Lufthansa und Taj Hotel unterstützt. Besonderer Dank gilt der Deutschen Botschaft in Neu Delhi und Berlin Partner!

 

 
Holiday Inn Berlin-Mitte
"Mantel und Degen" und Candlelight Dinner-Menü "Genuss zu Zweit"

Eingerichtet mit originalen Requisiten der CCC Filmstudios und vielen Erinnerungen an große deutsche Filme, bietet das Restaurant "Movie" Platz für angeregte Gespräche und lädt zum Schlemmen ein.
"Mantel und Degen" und Candlelight Dinner-Menü "Genuss zu Zweit"

Eingerichtet mit originalen Requisiten der CCC Filmstudios und vielen Erinnerungen an große deutsche Filme, bietet das Restaurant "Movie" Platz für angeregte Gespräche und lädt zum Schlemmen ein. Es erwartet Sie eine Auswahl regionaler und internationaler Gerichte.

Aus unserem Kulinarischen Kalender: Mantel und Degen: 20. April 2012 - 24. Juni 2012

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 06.30 - 10.00 Uhr
Samstag und Sonntag: 07.00 - 11.00 Uhr
Mittag (kleine Karte): 11.30 - 13.30 Uhr
Abendessen: 17.30 - 22.00 Uhr

Kids eat free
Kinder bis einschließlich 12 Jahre essen in unserem Restaurant aus der Kinderkarte kostenfrei, wenn sie in Begleitung eines zu Mittag oder zu Abend essenden Erwachsenen sind (gilt für maximal 2 Kinder). Dieses Angebot gilt für Familien, die im Hotel übernachten.

"Genuss zu Zweit"

Jeden Freitag ab 18:00 Uhr können Sie ein 3-Gang-Menü genießen - Candlelight Menü
Preis pro Person: 22,00 Euro

 

 

 

 
In der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz

Sommerspielwaren für kleine und große Leute findet ihr ab sofort in einer riesigen Auswahl auf unserer Sonderfläche in der 3. Etage. Außerdem erwarten alle LEGO Freunde eine Ausstellung der " LEGO Friends " Mia, Andrea, Emma, Stephanie und Olivia. Dort kannst du lustige Spiele spielen und tolle Produkte sehen und kaufen. Wir erwarten dich!

 

 
Im Central Park des Connaught Place sind die Bären bis zum 06. Mai 2012 ausgestellt

Die United Buddy Bears sind zu Gast in Indien, der mit 1,2 Mrd. Einwohnern größten Demokratie der Welt. Im Central Park des Connaught Place, Dreh- und Angelpunkt von Neu Delhi, sind die Bären bis zum 06. Mai 2012 im Rahmen des Deutschlandjahres "Deutschland und Indien 2011 – 2012: Unbegrenzte Möglichkeiten" ausgestellt.

Am 27. März 2012 eröffneten Sheila Dikshit (Chief Minister von Delhi), Klaus Wowereit (Regierender Bürgermeister von Berlin) und Cord Meier-Klodt (Geschäftsträger a.I. Deutsche Botschaft Neu Delhi) gemeinsam mit Eva und Klaus Herlitz die Ausstellung in Neu Delhi.

Für Sheila Dikshit war die Eröffnung der Ausstellung eine Herzensangelegenheit: "Die Buddy Bären stehen für Liebe und Zuwendung, für ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und für Frieden und Freude. Ich bin überzeugt, dass sie allen Menschen – ganz gleich welchen Alters - sehr viel Freude schenken werden."

Die Besucher teilen die Begeisterung der Chief Ministerin. Bereits während der Aufbauphase entstanden hunderte Erinnerungsfotos. Nach der offiziellen Eröffnung musste der Central Park an mehreren Tagen zeitweilig wegen des riesigen Andrangs geschlossen werden.

Partner und Sponsoren

Das Projekt der United Buddy Bears ist nicht-kommerziell. Ohne das Engagement vieler Institutionen, Organisationen, Unternehmen und Persönlichkeiten wäre die Reise der Ausstellung, die seit 10 Jahren in den Metropolen der Welt zu sehen ist, nicht möglich.

In Indien wird die Ausstellung von der Stadtverwaltung in Neu Delhi, Hamburg Süd, Clintus Network Limited, Lufthansa und Taj Hotel unterstützt. Besonderer Dank gilt der Deutschen Botschaft in Neu Delhi und Berlin Partner!

 

 
"Mantel und Degen" und Candlelight Dinner-Menü "Genuss zu Zweit"

Eingerichtet mit originalen Requisiten der CCC Filmstudios und vielen Erinnerungen an große deutsche Filme, bietet das Restaurant "Movie" Platz für angeregte Gespräche und lädt zum Schlemmen ein. Es erwartet Sie eine Auswahl regionaler und internationaler Gerichte.

Aus unserem Kulinarischen Kalender: Mantel und Degen: 20. April 2012 - 24. Juni 2012

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 06.30 - 10.00 Uhr
Samstag und Sonntag: 07.00 - 11.00 Uhr
Mittag (kleine Karte): 11.30 - 13.30 Uhr
Abendessen: 17.30 - 22.00 Uhr

Kids eat free
Kinder bis einschließlich 12 Jahre essen in unserem Restaurant aus der Kinderkarte kostenfrei, wenn sie in Begleitung eines zu Mittag oder zu Abend essenden Erwachsenen sind (gilt für maximal 2 Kinder). Dieses Angebot gilt für Familien, die im Hotel übernachten.

"Genuss zu Zweit"

Jeden Freitag ab 18:00 Uhr können Sie ein 3-Gang-Menü genießen - Candlelight Menü
Preis pro Person: 22,00 Euro

 
Große Sonderfläche bei Galeria Kaufhof am Alexanderplatz

Für den großen Auftritt, aber auch zu allen anderen Anlässen, wie Jugendweihe und Konfirmation, Abschluss- oder Tanzstundenbälle oder private Feiern - für einfach jeden Anlass finden Sie bei Galeria Kaufhof am Alexanderplatz die passende Kleidung mit den dazugehörenden Accessoires.

Besuchen Sie unsere große Sonderfläche in der 3.Etage!

 
Kaufhof-Chef Detlef Steffens setzt sich zur Ruhe

Detlef Steffens wirkt entspannt, nicht mehr so gehetzt. Das verrät seine Körperhaltung. Er sitzt gemütlich an seinem Schreibtisch, den Oberkörper weit zurückgelehnt. Detlef Steffens ist der Geschäftsführer der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz. Genauer: Er war der Geschäftsführer. Gerade hat er die Schlüssel an seinen Nachfolger übergeben. Der letzte Arbeitstag ist vorbei, seit dem gestrigen Montag ist der 64-Jährige im Ruhestand.

„Wehmut ist schon dabei. Der Kaufhof ist irgendwie mein Baby“, sagt Steffens. Er hat das Warenhaus zum größten und umsatzstärksten Haus des Konzerns gemacht. Zuletzt investierte er noch einmal eine Million Euro, um den Modebereich weiter auszubauen und noch stärker auf Luxusmarken zu setzen. „Die Kunden aus Berlin und die Touristen etwa aus Italien, Spanien und England verlangen immer mehr hochwertige Modeartikel“, sagt Steffens. Die neuen Marken im Kaufhof wie Denim & Supply, Boss Orange, Strellson und Gant bei den Herren sowie Luisa Cerano, Strenesse Blue und Turnover bei den Frauen sind nahezu einmalig in deutschen Kaufhäusern.

Vom Verkäufer zum Geschäftsführer

Seit dem Jahr 2000 hat Steffens den Kaufhof geleitet. Geboren wurde er 1947 in Koblenz, er hat Einzelhandelskaufmann gelernt. Nach der Lehre wurde er Verkäufer bei Kaufhof, später Abteilungsleiter und Geschäftsführer. An mehr als 20 Standorten in Deutschland war Steffens tätig, bis er 1991 nach Berlin kam. Er erinnert sich noch gut, wie er Anfang 2000 vom Ostbahnhof an den Alex wechselte. „Der Platz hatte ein Schmuddelimage. Hier war Wüste.“ Der Kaufhof hatte noch seine Wabenfassade, das Berolinahaus (heute C&A) war eine Ruine, das Alexa gab es noch nicht. „Anfangs hat man über uns die Nase gerümpft. Heute ist der Alex einer der attraktivsten Standorte in Berlin."

Diese Entwicklung hat Steffens mitgestaltet, obwohl er lieber seine 700 Mitarbeiter in den Vordergrund schiebt, ohne die zum Beispiel der Mammut-Umbau zwischen 2004 und 2006 nicht funktioniert hätte. Der Kaufhof wurde damals modernisiert und erweitert – bei laufendem Betrieb. „Die Lärmbelastung für unsere Kunden und die Mitarbeiter war hoch. Der Zusammenhalt aller war einmalig“, so Steffens.

Abscheu vor Grabbeltischen

Wegbegleiter beschreiben ihn als „tollen Typ“, der vor allem Wert auf Qualität legt. Grabbeltische habe er verabscheut. Er wollte lieber ein großzügig gestaltetes Haus. „Er hat aber auch über den Kaufhof hinausgedacht und sich für den Alexanderplatz engagiert“, sagt Ephraim Gothe, ehemaliger Baustadtrat in Mitte. Der Alex gefällt Steffens so, wie er jetzt ist. Auch mit den Macken wie den Kaugummiresten auf den Granitplatten („Da muss einmal im Jahr richtig saubergemacht werden.“) und der rosafarbenen Alexa-Fassade („Über Geschmack kann man sich streiten.“). Natürlich sei der Platz sehr groß. Aber wenn die Märkte zu Ostern, zu Weihnachten und das Oktoberfest stattfinden, sei der Alex immer voller Menschen. Nur: „Es fehlen Straßencafés und Straßenrestaurants“, sagt Steffens.

Hat er Angst vor dem Ruhestand? Nein. Steffens will sich nun mehr um die Familie kümmern, mehr Zeit mit den beiden Enkeln verbringen, sich endlich wieder mit Freunden treffen. „Unruhestand“ nennt er das, sein Terminkalender für April ist voll. Sein Haus in Königs Wusterhausen will er renovieren, sich wieder um den Garten kümmern, hat er seiner Frau versprochen. Ein-, zweimal im Monat will er an den Alex kommen – zum Einkaufen. „Das ist doch mein Laden.“ Er glaubt, die wenigsten werden ihn dann erkennen, so ohne schwarzen Anzug, ohne weißes Hemd und Krawatte.

Berliner Zeitung, [02.04.2012]

 
27.500 Athleten trafen sich am Sonntag zum Halbmarathon

Anton Scheffler trabt zwar unter ferner liefen am Publikum vorbei – aber er ist spitzenmäßig in Stimmung wie auch die meisten anderen Nachzügler. Die Stadtbesichtigung im Laufschritt über exakt 21,0976 Kilometer macht dem Steglitzer Informatiker, der in seiner Freizeit dreimal wöchentlich an den Grunewaldseen trainiert, „einen Riesenspaß.“ Zumal sich auch beim 32. Berliner Halbmarathon am Sonntag wieder zeigt: Je später die Ankömmlinge, desto ausgelassener das Bild. Für die Langsamsten spielen die Trommler an der Wilhelmstraße besonders laut, für sie bläst Saxophonist Reiner Hess vom Jazzquartett, das sich in der Kochstraße postiert hat, ein rasantes Solo.

Und die Fans an der Strecke schwenken ihre gemalten Schilder extra heftig. „Conny go!“, „Durchhalten Thomas!“

Rennen, rollen, skaten. Laufen, lachen, leiden. Die Stadt ist in Bewegung. Rund 27 500 Teilnehmer sind am Vormittag zwischen 10 und 11 Uhr an der Karl- Marx-Allee in Mitte zum größten deutschen Halbmarathon gestartet. Erst legen die Inlineskater los, dann die Handbiker – und schließlich die Läufer. Sie bewältigen auf ihrer Tour durch die Ost- und Westcity zwar nur die halbe Strecke des Berlin-Marathons im Herbst, aber gemessen an ihrer Zahl ist dieser Frühjahrslauf schon längst keine halbe Portion mehr. Blick zurück: 2007 meldeten sich 22 000 Athleten an, und seither ging es stetig weiter aufwärts. Diese gewaltige Läuferschar war auch der Grund, weshalb der Veranstalter SCC Events 2011 erstmals den Start- und Ziel-Punkt vom Roten Rathaus vor das Kino International an der Karl-Marx-Allee verlegte. Die breite Straße bietet wesentlich mehr Platz.

Am Leipziger Platz steigern die Läufer schon sichtlich ihr Tempo zum Endspurt. Punkt 11.32 Uhr naht die Spitzentruppe. Fünf Favoriten aus afrikanischen Ländern, unter ihnen der 24-jährige Kenianer Wilson Kiprop, amtierender Halbmarathonweltmeister. Cheerleadermädchen wedeln ihre Federbüsche, ein Ansager ruft ins Mikrofon: „Das sind die Größten. Sie kämpfen um eine Zeit unter einer Stunde.“ Aber die Schwarzen zeigen kein Mienenspiel, blicken konzentriert geradeaus, gehen in die Kurve zur Wilhelmstraße... Und dann ist der Asphalt wieder nahezu leer.

Erst 15 Minuten später naht der Haupttrupp. Ein Trappeln von Sportschuhen, dann kommen Tausende auf der Potsdamer Straße in Sicht, dicht gedrängt. Viele haben die Laufhosen hochgekrempelt und schwitzen im T-Shirt oder gar im Kostüm, während ihr Publikum eher fröstelt. Und hinter den Absperrbändern schauen Jonathan (3), Anton (6) und Marlene (8) nach ihrem Vater aus. Endlich. „Da kommt er“, ruft die Mutter. Felix Lauckner hält auf das Quartett zu, begrüßt seine Familie aus Kreuzberg mit Handschlag – und „Tschüss“.

Rund 130 Ordner und 32 Ärzte, unterstützt von 140 Sanitätshelfern der Johanniter sind im Einsatz. Doch alles bleibt „bis zum Ende entspannt“, zieht der Veranstalter Bilanz. Nur neun Läufer müssen wegen Schwächeanfällen aufhören und vorsorglich in Kliniken gebracht werden.

Der Tagesspiegel, [01.04.2012]

 
Teilnahmerekord und Weltklasse am Start beim Vattenfall BERLINER HALBMARATHON

Mit über 30.000 angemeldeten Teilnehmern (inklusive 1.838 Inlineskatern) verzeichnet der Vattenfall BERLINER HALBMARATHON einmal mehr einen Teilnahmerekord, übrigens zum achten Mal in Folge – Zeichen für den Boom, den die halbe Marathondistanz erlebt, zumindest in der Hauptstadt. Das sind 12 Prozent mehr als vor einem Jahr. 29.246 Läuferinnen und Läufer haben sich angemeldet, noch nicht eingerechnet sind die Teilnehmer an den Bambiniläufen, die am Samstag im Rahmen der Messe BERLIN VITAL stattfinden.

Im Hinblick auf die wachsende Bedeutung einer Großveranstaltung wie dem Vattenfall BERLINER HALBMARATHON äußerte sich im Rahmen einer Pressekonferenz auch Dr. Herbert Dierker von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport: "Wir müssen deutlich machen, dass Sportveranstaltungen die Stadt nicht nur Geld kosten, sondern der Stadt auch erhebliche Einnahmen bringen." Dierker weiter: "Diese Veranstaltungen sind auch ein faszinierendes Erlebnis, das sich gar nicht mit Geld aufmessen lässt."

Erstmals am Start beim größten deutschen Halbmarathon ist ein amtierender Halbmarathon-Weltmeister: Der Kenianer Wilson Kiprop holte sich den Titel 2010 bei der WM in Nanning (China). Seine stärksten Konkurrenten am Sonntag kommen ebenfalls aus Kenia: Leonard Langat sowie die beiden ambitionierten Youngster Dennis Koech (18) und Gideon Kipketer (19). Topfavoritin bei den Frauen ist die Kenianerin Philes Ongori.

 
Berlin trifft "Deutschland und Indien"

Im Rahmen des Deutschlandjahres "Deutschland und Indien 2011 – 2012: Unbegrenzte Möglichkeiten" sind die United Buddy Bears 2012 in Neu Delhi zu Gast.

Am 27. März 2012 eröffnen Sheila Dikshit (Chief Minister von Delhi), Klaus Wowereit (Regierender Bürgermeister von Berlin) und Eva und Klaus Herlitz (Initiatoren der United Buddy Bears) die Ausstellung im Central Park am Connaught Place, im Herzen Neu Delhis.

Aus Berlin ebenfalls vor Ort: Dr. Eric Schweitzer (IHK Präsident), Burkhard Kieker (Geschäftsführer visitBerlin) sowie Melanie Bähr (Geschäftsführerin von Berlin Partner).

Es ist der Höhepunkt eines 15-monatigen Programms anlässlich des 60- jährigen Bestehens diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Indien und gleichzeitig Auftakt der Berlin Days in Indien.

Seit 10 Jahren werben die United Buddy Bears mit ihrer Botschaft für ein friedliches Miteinander weltweit auch auf für ihre Heimatstadt Berlin.

In Neu Delhi wird die Ausstellung bis zum 11. Mai 2012 zu sehen sein.

Mit beberlin auf den Spuren Sha Rukh Khans

2010 reiste der Bollywood-Superstar Sha Rukh Khan für die Dreharbeiten zu "DON 2 – The King is back” nach Berlin. In das Goldene Buch der Stadt schrieb er: "Danke, dass ihr dafür gesorgt habt, dass wir uns zu Hause fühlen. Ich liebe Berlin wie eine zweite Heimat!"

Während der Ausstellung United Buddy Bears in Neu Delhi haben Berlinbegeisterte Besucher die Möglichkeit an einen Dreiklangwettbewerb teilzunehmen und eine einwöchige Reise nach Berlin zu gewinnen, um auf den Spuren Shah Rukh Khans die deutsche Hauptstadt zu erkunden.

 

 
Die Unterstützer des Kunsthaus Tacheles konnten vor Gericht eine einstweilige Verfügung erwirken

Eine einstweilige Verfügung hat die Öffnung des Kunsthauses Tacheles in Mitte bewirkt. Zwangsverwalter Holger Schwemer hatte das Tacheles am Donnerstagnachmittag mit Hilfe eines privaten Sicherheitsdienstes geschlossen, das Schloss an der Haustür ausgetauscht und nur an Berechtigte Schlüssel ausgegeben. Diese Handlungen seien gerichtlich gestoppt worden, erklärte Tacheles-Sprecher Martin Reiter am Freitag, Künstler und Befürworter des Tacheles konnten das Haus wieder betreten. Ab Freitagmittag hatten sich Anhänger unter dem Motto „Tacheles auf...“ zu einer Demonstration vor dem Kunsthaus an der Oranienburger Straße versammelt.

Angemeldet war eine Protestkundgebung von 12 bis 22 Uhr mit bis zu 700 Teilnehmern. Die Polizei war mit 100 Beamten im Wechseldienst im Einsatz. Tacheles-Vorstand Martin Reiter appellierte an die Demonstranten, nüchtern, friedlich und kultiviert zu protestieren. Sprecherin Linda Cerna verkündete, die Schließung des Tacheles sei eine Schande für Berlin. Sie kritisierte den Regierenden Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit (SPD). Seine Aussage von der „kreativen Offenheit“ Berlins stehe im krassen Gegensatz zu den Aktionen der vergangenen Tage.

Der Tagesspiegel, [24.03.2012]

 
Großer Oster- und Süßwaren-Markt

Hier finden Sie alles für ein frohes Osterfest. Besuchen Sie uns in der 3. Etage auf unserer Sonderfläche!

 

 
"Komödien und Slapsticks" und Candlelight Dinner-Menü "Genuss zu Zweit"

Eingerichtet mit originalen Requisiten der CCC Filmstudios und vielen Erinnerungen an große deutsche Filme, bietet das Restaurant "Movie" Platz für angeregte Gespräche und lädt zum Schlemmen ein. Es erwartet Sie eine Auswahl regionaler und internationaler Gerichte.

Aus unserem Kulinarischen Kalender: Komödien und Slapsticks: 08. März 2012 - 19. April 2012

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 06.30 - 10.00 Uhr
Samstag und Sonntag: 07.00 - 11.00 Uhr
Mittag (kleine Karte): 11.30 - 13.30 Uhr
Abendessen: 17.30 - 22.00 Uhr

Kids eat free
Kinder bis einschließlich 12 Jahre essen in unserem Restaurant aus der Kinderkarte kostenfrei, wenn sie in Begleitung eines zu Mittag oder zu Abend essenden Erwachsenen sind (max. 2 Kinder pro einem Erwachsenen). Dieses Angebot gilt für Familien, die im Hotel übernachten.

"Genuss zu Zweit"

Jeden Freitag ab 18:00 Uhr können Sie ein 3-Gang-Menü genießen - Candlelight Menü
Preis pro Person: 22,00 Euro

 
Sie haben noch keine Pläne für die kommenden Osterfeiertage?

Das Restaurant "Movie" im Holiday Inn Berlin-Mitte lädt Sie am Freitag, den 6. April 2012, ab 18:00 Uhr zu seinem traditionellen Karfreitagsbuffet ein. Es erwarten Sie schmackhafte Fisch- und Fleischvariationen aus Topf, Pfanne und Ofen, verschiedene Beilagen und Soßen sowie frische Salate und köstliche Desserts.

Bitte reservieren Sie Ihren Tisch unter der Telefonnummer 030 46003-907 oder senden Sie uns eine EMail an info@hiberlin.de.

Für 22,00 Euro pro Person können Sie sich an unserem großen Karfreitagsbuffet erfreuen.

Kinder bis 6 Jahre essen bei uns kostenfrei. Kinder von 7 bis 12 Jahren zahlen nur die Hälfte.

Oder suchen Sie noch ein Geschenk – zum Beispiel einen Gutschein zum Osterfest? Dann schauen Sie doch einmal auf unserer Webseite www.hiberlin.de/berlin_packages_und_sonderangebote.aspx vorbei.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Weitere Informationen finden Sie hier

 
Wohnen in Berlin wird immer teurer

Kleine Clubs, Restaurants und Cafés sowie attraktive Altbauwohnungen haben Friedrichshain-Kreuzberg zu einem der beliebtesten Quartiere Berlins gemacht – die Folge sind steigende Mieten. Obwohl die Arbeitslosenquote in Friedrichshain-Kreuzberg nach Neukölln noch die zweithöchste in Berlin ist, sind die angebotenen Wohnungen dort im Schnitt so teuer wie nirgendwo sonst in Berlin. Das geht aus dem am Montag vorgestellten Wohnmarktreport und Wohnkostenatlas der Wohnungsbaugesellschaft GSW und der Immobilienfirma CB Richard Ellis hervor. Für die Studie wurden 107 564 Mietangebote aus dem Jahr 2011 ausgewertet.

Die Wohnungen in Friedrichshain-Kreuzberg wurden laut Untersuchung für durchschnittlich 8,02 Euro je Quadratmeter (kalt) angeboten. Auf Rang zwei folgt Charlottenburg-Wilmersdorf mit durchschnittlichen Angebotsmieten von 8 Euro je Quadratmeter. Berlinweit boten die Vermieter Wohnungen im vergangenen Jahr zu einer Durchschnittsmiete von 6,59 Euro je Quadratmeter an.

Die Innenstadt ist am teuersten

Im Bezirk Mitte wurden 2011 absolut gesehen die höchsten Mieten verlangt. Zugleich gab es innerhalb des Bezirks die größten Preisunterschiede. In der Historischen Mitte rund um die Straße Unter den Linden und am Potsdamer Platz lagen die Angebotsmieten im oberen Marktsegment zwischen 17 und 18 Euro pro Quadratmeter und erreichten damit die höchsten Werte der Stadt. In den Stadtteilen Moabit und in Wedding konzentrierten sich hingegen die Wohnungen des untersten Preissegments, das für den Regierungsbezirk einen Durchschnitt von 4,84 Euro je Quadratmeter ausweist.

In Pankow und Tempelhof-Schöneberg lagen die Angebotsmieten im vergangenen Jahr über dem Berliner Mittelwert. Neukölln kommt immer näher an den Mittelwert heran. Das teuerste Zehntel der Wohnungen wurde in dem Bezirk bereits zu einem durchschnittlichen Wert von 9,08 Euro je Quadratmeter angeboten. In Lichtenberg, Reinickendorf und Treptow-Köpenick lagen die Angebotsmieten mit rund 6 Euro im vergangenen Jahr unter dem Berliner Durchschnitt. Am Ende der Skala rangieren Marzahn-Hellersdorf und Spandau, wo es noch einen größeren Wohnungsleerstand gibt. Wohnungen in Spandau wurden im Schnitt für 5,52 Euro angeboten, in Marzahn-Hellersdorf sollten sie durchschnittlich 4,79 Euro kosten. Wohnungen der unteren Preisklasse gab es in Marzahn-Hellersdorf sogar schon für durchschnittlich 3,63 Euro pro Quadratmeter monatlich.

In Friedrichshain-Kreuzberg müssen die Bewohner laut der Studie am meisten von ihrem Einkommen für die Miete bezahlen. Die Wohnkostenquote, also der Anteil der Haushaltskaufkraft, den die Mieter für die Warmmiete aufbringen müssen, beträgt hier durchschnittlich 29,3 Prozent. Es folgen die Bezirke Pankow (26,9 Prozent), Charlottenburg-Wilmersdorf (26,2 Prozent) und Mitte (25,6 Prozent). In Marzahn-Hellersdorf (19,2 Prozent), Reinickendorf (21,5 Prozent) und Spandau (22,3 Prozent) geben die Mieter den geringsten Anteil ihres Einkommens für die Miete aus.

Im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten wie München, Köln, Frankfurt am Main und Hamburg sind die Warmmieten in Berlin mit durchschnittlich 349 Euro je Einwohner zwar am niedrigsten. Der Betrag, den die Berliner nach Abzug von Miete und Einzelhandelskaufkraft monatlich übrig haben, ist laut der Studie von GSW und CB Richard Ellis mit 714 Euro pro Person aber dennoch geringer als das, was Münchnern (1079 Euro), Kölnern (898 Euro), Frankfurtern (841 Euro) und Hamburgern (801 Euro) verbleibt. Der Grund dafür sind die niedrigeren Einkommen in Berlin.

Berliner Zeitung, [28.02.2012]

 

 
Premium Shopping in der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz

Nach einem fast abgeschlossenen erfolgreichen Umbau in der 2. Etage (Herrenmode) präsentiert Galeria Kaufhof am Alexanderplatz neue Marken im Premium Bereich. Entdecken Sie die neuen hochwertigen Herren Premium Marken, beispielsweise Boss, Boss Orange, Hilfiger Denim, Tommy Hilfiger, René Lezard, Levi's, G-STAR RAW, Pepe Jeans und Pierre Cardin.

 
Kuala Lumpur: 70.800 Euro für Kinderhilfsprojekte

Mit einer Summe von 281.500 Malaysischen Ringgit (rund 70.800 Euro) endet die Ausstellung der United Buddy Bears in Kuala Lumpur, die in knapp drei Monaten über 2,5 Millionen Besucher verzeichnen konnte.

Während des abschließenden Galadinners am 16. Februar 2012 – zu dessen Gästen Seine Königliche Hoheit, der Sultan von Selangor und die First Lady, YABhg Datin Paduka Seri Rosmah Mansor, gehörten – konnten 7 Schecks an Kinderhilfsorganisationen überreicht werden. Die Gesamtsumme setzt sich aus Spenden und Versteigerungserlösen zusammen. Unter anderem wurden zwei große und mehrere kleine Buddy Bär-Unikate zugunsten von Kindern in Not versteigert.

Mit dem Erlös werden fünf lokale Projekte (unter anderem Yayasan Permata und Yayasan Raja Muda Selangor), sowie UNICEF International als auch Buddy Bear Help e.V. unterstützt.

Buddy Bear Help e.V. wird mit Hilfe der ihr zugedachten Versteigerungserlöse unter anderem weiterhin – wie auch schon in den vergangenen Jahren – die monatliche Miete für die ARCHE in Berlin-Wedding tragen.

Die Welttournee der über 140 von Künstlern aus 140 Ländern gestalteten Bärenskulpturen geht weiter. Ende März 2012 wird die Ausstellung in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi eröffnet.

 
2011-Bilanz: Zehn Millionen Gäste, 22 Millionen Übernachtungen

Über 22 Millionen Übernachtungen und fast zehn Millionen Gäste – der Tourismus in der Hauptstadt hat 2011 neue Rekordzahlen erreicht. Damit behauptet sich Berlin erfolgreich im internationalen Städte- und Kongresstourismus und hat die Position als Top-3-Reiseziel in Europa – hinter London und Paris und vor Rom – weiter gefestigt. Neue Wirtschaftsimpulse wird der neue Flughafen BER bringen.

Tourismus – eine Schlüsselbranche für die Stadt
"Das Interesse am Reiseziel Berlin ist ungebrochen", sagt Berlins Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz im Rahmen der heutigen Pressekonferenz im Waldorf Astoria, einem bedeutenden, da stadtbildprägenden, Berliner Hotelneubau 2012. "Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige für Berlin und gewinnt weiter an Gewicht." Dieser Bereich verzeichnet einen Bruttoumsatz von rund neun Milliarden Euro und hat einen hohen Beschäftigungseffekt – 230.000 Personen leben in Berlin vom Tourismus. Das ist ein großer Erfolg für eine der Schlüsselbranchen unserer Stadt.

Bis 2020 die 30-Millionen-Marke im Visier
Großes Potenzial für die Stadt sieht von Obernitz künftig in der neuen Infrastruktur für Berlin-Besuche: "Der Flughafen BER mit vielen neuen Flugverbindungen wird die Tourismuswirtschaft weiter stärken. 30 Millionen Übernachtungen im Jahr 2020 hält die Branche für realistisch." Häufig kommt erst der Tourismus, dann die Investoren: "Der Tourismus transportiert das positive Image Berlins in die Welt und bereitet dadurch das Fundament für die weitere Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Der Senat wird den Berlin-Tourismus deshalb in den kommenden Jahren intensiv unterstützen", ergänzt die Senatorin. Besonderes Augenmerk wird auf den Tagungs- und Kongressmarkt gelegt.

Berlin etabliert sich als erfolgreiche Tourismus-Metropole
Burkhard Kieker, Geschäftsführer von visitBerlin, zum Wachstumskurs der deutschen Hauptstadt: "Über 22 Millionen Übernachtungen zeigen: Die Welt kommt gern nach Berlin. Trotz wirtschaftlicher Krisen in anderen europäischen Ländern reisten wieder mehr internationale Gäste nach Berlin. Die Stadt zeigt sich krisenresistent." Vom Flughafen BER erhofft er sich einen Sprung für die Destination: "Der BER ist eine wichtige Etappe auf Berlins Weg zurück zur Weltstadt. Neue Langstrecken-Verbindungen werden dazu beitragen, eine noch erfolgreichere Tourismus-und Kongress-Metropole zu werden." Das Drehkreuz BER wird insbesondere die Chancen Berlins bei der Bewerbung für internationale Großveranstaltungen verbessern.

Roland-Berger-Studie: Berlin Top 3 nach London und Paris – Tourismusstrategie geht auf
Die deutsche Hauptstadt ist Champion in Europa. Berlin spielt neben London und Paris souverän in der Liga der großen Drei. Mit einem durchschnittlichen Jahreswachstum von sieben Prozent blickt Berlin innerhalb der letzten fünf Jahre europaweit sogar auf das größte Wachstum bei den Übernachtungen zurück. Das hat die Strategieberatung Roland Berger ermittelt. Hierzu wurden 24 Hauptstädte in Europa verglichen. Berlin überzeugt mit einem Tourismuskonzept, das in den letzten Jahren konsequent verfolgt wurde, wie die aktuelle Studie "European Capital City Tourism" bestätigt. "Berlin zeigt eindeutig, dass es sich zu einem der wichtigsten Tourismus- und Kongresszentren Europas entwickelt hat. Das verdankt die deutsche Hauptstadt einer durchdachten Tourismusstrategie und einer ausgezeichneten Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft", so Dr. Vladimir Preveden, Partner von Roland Berger. Bezüglich des Anteils internationaler Gäste hat Berlin laut Dr. Preveden allerdings noch Nachholbedarf.

Die Destination Berlin in Zahlen
"Seit Jahren ist die Zahl der Übernachtungen in Berlin gestiegen: 2011 waren es über 1,5 Millionen mehr Übernachtungen als 2010", sagt Prof. Dr. Ulrike Rockmann, Präsidentin des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. "Neben den Besuchern aus Deutschland wird Berlin bei internationalen Gästen immer beliebter. 41 Prozent aller Übernachtungen entfielen auf Gäste aus dem Ausland. Die höchsten Zuwachsraten im letzten Jahr weisen Besuchergruppen aus Island, Indien, Russland und Brasilien auf. " Prof. Dr. Rockmann ergänzt, dass Gäste aus Großbritannien Berlin am zahlreichsten besuchten, gefolgt von Niederländern, US-Amerikanern und Italienern.

Wachstumspotenzial für die Stadt steckt vor allem in den sogenannten BRIC-Märkten (Brasilien, Russland, Indien, China), die von visitBerlin intensiv bearbeitet werden. In diesen Ländern ist eine neue reisefreudige Mittelschicht entstanden, die künftig noch stärker für Berlin begeistert werden soll.

Den Besuchern stehen inzwischen 120.800 Betten zur Verfügung, 7,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die durchschnittliche Hotelbetten-Auslastung lag mit 51,2 Prozent leicht über dem Vorjahresstand (51 Prozent). Jeder Übernachtungsgast gibt während seines Berlin-Besuches pro Tag durchschnittlich 197 Euro aus (Wirtschaftsfaktor 2009) – für das Hotelzimmer, beim Abendessen, im Museum oder beim Shopping.

Landespressedienst, [15.02.2012]

 
Bus, Tram, U-Bahn – Am Samstag wird Berlin wird lahm gelegt

Nach den erfolglosen Tarifverhandlungen bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) machen die Beschäftigten ihre Drohung war und treten in einen Warnstreik.

In den festgefahrenen Tarifverhandlungen für die 12.500 Beschäftigten der Berliner Verkehrsbetriebe macht Verdi die Drohung wahr und ruft für Samstag zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Von Betriebsbeginn bis gegen 19 Uhr sollen keine U- und Straßenbahnen sowie keine Busse unterwegs sein. Damit will Verdi erreichen, dass Löhne und Gehälter stärker steigen als die Arbeitgeber bisher angeboten haben.

Die Tarifkommission habe am Donnerstag bewusst den Sonnabend für eine erste Streikaktion gewählt, um die Auswirkungen für die Fahrgäste in Grenzen zu halten, teilte die Gewerkschaft mit.

Gleichzeitig solle mit dem Warnstreik ein deutliches Zeichen gesetzt werden. Spüren werden es Berufstätige, die am Sonnabend arbeiten müssen, Berliner, die einkaufen oder Ausflüge machen wollen, Touristen, die die Stadt erkunden wollen und die Besucher des Fußballspiels im Olympiastadion, die bei der Hin- und Rückfahrt auf die S-Bahn angewiesen sein werden. Allerdings kann auch diese kein volles Programm anbieten, da ihr nach wie vor Fahrzeuge und Fahrer fehlen.

Da die Mehrzahl der Mitarbeiter der BVG und deren Tochterunternehmen Berlin Transport bei Verdi Mitglied sind, wird wohl fast der gesamte Betrieb der BVG lahm gelegt sein. Ob die BVG versucht, einen Notfahrplan aufzustellen, ist noch unklar. Der S-Bahn-Verkehr ist nicht betroffen, weil das Unternehmen zur Deutschen Bahn gehört.

Die Verdi-Tarifkommission habe ein nachgebessertes Angebot der Arbeitgeber einstimmig als unzureichend abgelehnt, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft am Mittwoch. Mit der Aktion machten die Mitarbeiter deutlich, „dass ihre Geduld erschöpft ist“, nachdem in sechs Verhandlungsrunden keine Annäherung gelungen sei. Die nächste Runde bei den Tarifverhandlungen findet am Montag statt. Verdi erwartet, dass die Arbeitgeber, vertreten durch den Kommunalen Arbeitgeberverband, dann ein "verhandlungsfähiges Angebot" vorlegen. Kommt es zu keiner Annäherung, ist mit weiteren Warnstreiks zu rechnen, die dann auch den werktäglichen Berufsverkehr treffen können.

Die Beschäftigten fordern eine Lohnerhöhung, die die Inflationsverluste ausgleicht. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen. Die Arbeitgeber wollen den Tarifvertrag für vier Jahre abschließen. Die BVG hatte nach Tagesspiegel-Informationen angeboten, Löhne und Gehälter um mindestens zwei Prozent zu erhöhen. Zuvor hatte sie bis 2015 jährliche Steigerungen zwischen 1,2 und 1,5 Prozent vorgesehen. Verdi fordert einen Ausgleich für die Inflationsrate sowie einen Zuschlag.

Der Flughafen Tegel, nur erreichbar mit dem Bus, dürfte damit am Sonnabend so gut wie abgeschnitten sein – und das am letzten Tag der Berlinale – , die Taxibranche wird es freuen. Betroffen sind am Sonnabend auch 75.000 Zuschauer, die ins Olympiastadion kommen – dort spielt Hertha BSC um 15.30 Uhr gegen Borussia Dortmund; allein 10.000 Fans werden aus dem Ruhrgebiet anreisen. Sie müssen sich in die eh schon bei Hertha-Spielen vollen S-Bahnzüge drängen – denn die Linie U 2 und auch die Busse auf der Heerstraße fallen aus – zufälligerweise übrigens bis zwei Stunden nach Abpfiff. Für viele der 10.000 Zuschauer, die zum Alba-Heimspiel am Samstagabend wollen, wird es zumindest knapp. Die S-Bahn ist eine Alternative - wenn man denn den S-Bahnhof ohne BVG-Bus überhaupt erreicht.

Als es 2008 schon einmal zum BVG-Streik kam, hatte Hertha BSC mit der Messe einen Gratis-Parkplatz auf dem Messegelände organisiert und die Fans mit Shuttle-Bussen hin und hergefahren, weil es am Stadion zu wenig Parkplätze gibt. Ob auch diesmal dieser Service angeboten wird, ist unklar.

Der Tagesspiegel, [15.02.2012]

 
Berlin ist die Hauptstadt der Einkaufszentren

Das neueste Projekt heißt Spree Shopping Berlin und steht neben der Großarena O2 World in Friedrichshain. Es hat 120 Geschäfte, einen Sport- und Wellnessbereich und eine Sonnenterrasse mit Blick auf die East Side Gallery. In einigen Jahren, so ist es geplant, sollen auf dem gut 20 Hektar großen Areal zwischen Ostbahnhof und Warschauer Straße Tausende Menschen arbeiten, wohnen und ausgehen. Und natürlich auch einkaufen.

Das Projekt des Münchner Investors CKV Immobilien GmbH ist Berlins neuestes Shopping-Center, gebaut werden soll es ab 2013. Es wird das 62. Einkaufszentrum der Stadt sein. Derzeit gibt es 59, zwei weitere – eines an der Schlossstraße in Steglitz und eines am S-Bahnhof Köpenick – sind aktuell im Bau und sollen noch dieses Jahr öffnen. Nirgendwo sonst in Deutschland existieren so viele Einkaufszentren wie in Berlin. Nicht in Hamburg (41 Center), nicht in Frankfurt/Main (7) und nicht in Köln (8) – obwohl überall dort die Kaufkraft ungleich höher ist als hier. Berlin ist die Hauptstadt der Shopping-Center, und ganz offensichtlich hält dieser Boom an.

Gropius Passagen verkauft

„Die Center sind ein Erfolgsmodell, weil es für die Kunden dort warm, hell und sicher ist und weil alle Läden dieselben Öffnungszeiten haben“, sagt Nils Busch-Petersen, Chef des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg. Nach dem Mauerfall entstanden große Einkaufstempel zunächst im Umland, auf der grünen Wiese, seit einigen Jahren wird verstärkt in der Stadt gebaut. Einige Betreiber sparen sich auch den Neubau, sie kaufen bestehende Center einfach auf: So gehören die Hallen am Borsigturm in Tegel seit Anfang des Monats dem Branchenprimus ECE, der in Berlin bislang siebenmal vertreten war, etwa mit den drei Ring Centern und den Potsdamer Platz Arkaden. Und das Unternehmen Mfi, das in Berlin alle fünf Center betreibt, die den Namenszusatz Arcaden tragen – so wie in Spandau, Wilmersdorf oder an der Schönhauser Allee – hat gerade die Gropius Passagen in Neukölln gekauft.

„Auch bei harter Konkurrenz Berlin kann man erfolgreich sein“, sagt Andreas Keil von Mfi. Notwendig dafür sei ein individuelles Konzept für jedes Center: „In den Neukölln Arcaden haben wir ein Kino und eine Bibliothek und gewährleisten so neben den 60 Läden die Kiezversorgung.“ Ganz auf den Zuzug von Familien hat man das Sortiment in den Wilmersdorf Arcaden an der Wilmersdorfer Straße ausgerichtet – mit einem großen Angebot an Spielwaren und Kinderkleidung. Auch die Neuerwerbung Gropius Passagen, mit gut 80 000 Quadratmetern Berlins größtes Shopping-Center, will Mfi „optimieren“. Vor allem die Lage nahe dem künftigen Flughafen BER in Schönefeld sei dort der Vorzug: „Der Flughafen wird auf die ganze Region ausstrahlen, die noch wenig kaufkräftig ist“, sagt Manager Keil. Obwohl das Center auch jetzt schon gut laufe und allein durch pure Größe überzeuge. Keil: „Das Center hätte jeder gern."

Die Frage, ob Berlin nicht bald mit Centern überversorgt ist, wird unterschiedlich beantwortet. Nils Busch-Petersen vom Handelsverband hält Konkurrenz für positiv, aber nicht jedes Einkaufszentrum für überlebensfähig. „Wer nur die Tür aufschließt und auf Kundschaft wartet, hat keine Chance.“ Unterhaltung gehört mittlerweile zum Einkaufen wie die gefüllte Geldbörse. Deshalb treten in den Malls Künstler auf, werden exotische Tiere ausgestellt, präsentieren sich Sportler, gibt es Verlosungen und Tombolas. Busch-Petersen: „Die Kunden kommen nicht wegen der x-ten Deichmann-Filiale, sie wollen etwas erleben."

Warnung vor Pleiten

Wo das Geschäft trotzdem schlecht laufe, gebe es dafür Gründe. Zum Beispiel im Hafen Tempelhof, wo Geschäftsleute vergebens auf Kundschaft warten. Dort, so Busch-Petersen, gebe es möglicherweise zu wenige Läden, um insgesamt attraktiv zu sein. Und das Schlossstraßen-Center am Walther-Schreiber-Platz in Schöneberg leide an der Konkurrenz nur wenige Meter entfernt, wo Shopping-Center wie das Forum Steglitz und Das Schloss locken.

Überhaupt ist die Situation entlang der gut zwei Kilometer langen Schlossstraße, wo es demnächst gleich vier große Einkaufszentren gibt, selbst für Berlin beispiellos. Anfang April öffnet dort das Center Boulevard Berlin mit 76 000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Gemessen an der Dichte der Shopping-Center wird damit die Schlossstraße die Nummer Eins unter den Einzelhandelsstandorten in der Stadt. Während mancher Skeptiker vor einer Überversorgung mit einhergehender Pleitewelle warnt, ist Jochen Brückmann von der Industrie- und Handelskammer IHK Berlin eher zuversichtlich: „Wenn so eine massive Verdichtung klappt, dann dort“, meint er. Denn der Boulevard Berlin biete etwas, was es sogar an der Schlossstraße kaum gibt: Viel Platz zum Sitzen und Ausruhen vom Shoppen. Brückmann: „Die überdachten Passagen des Boulevard Berlin ist die Chance für die gesamte Straße, die davon profitieren kann."

Allerdings ist das Thema Einkaufen in Berlin für viele Experten so langsam ausgereizt. „Jeder vierte Euro beim Shoppen wird jetzt schon von Touristen ausgegeben“, sagt der Verbandschef Busch-Petersen. Gäbe es die Berlin-Besucher nicht in dieser Masse, sähe es für einige Shopping-Center schon recht düster aus. Berlin werde sich bei rund 60 Centern „einpegeln“. Trotzdem wird zunächst erst mal weitergebaut. Am Leipziger Platz, fast in Sichtnähe zu den Potsdamer Platz Arkaden, plant ein Investor 200 Läden. IHK-Mann Brückmann: „Der Standort dort wird gestärkt, aber ob alle überleben, ist ungewiss."

Berliner Zeitung, [14.02.2012]

 

 
Am Donnerstag beginnen die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin

Die Berlinale startet am Donnerstag, im Mai folgt das Filmfestival im französischen Cannes, Ende August wird der rote Teppich im italienischen Venedig ausgerollt. Es gibt neben ihnen viele andere Festivals, doch diese drei sind die bedeutendsten der Welt. Sie beargwöhnen einander, konkurrieren miteinander und haben zugleich alle ihre Eigenheiten. Ein Vergleich der drei Großen lohnt.

Was macht die Berlinale unverwechselbar?

Bei weltweit Hunderten, wenn nicht gar Tausenden von Filmfestivals pro Jahr Alleinstellungsmerkmale zu finden, ist gar nicht so einfach. Nicht mal an der schmalen Spitze.

Eines allerdings hat die Berlinale allen voraus: Sie ist das weltgrößte Publikumsfilmfestival mit angeschlossenem Wettbewerb. Im ersten Dezennium seiner Regentschaft hat Festivaldirektor Dieter Kosslick die Berlinale zum alle Generationen umfassenden Riesen-Filmereignis ausgebaut. Der Reihe nach: Die Allerkleinsten sitzen zwar noch nicht vor der Leinwand, werden aber, damit ihre Eltern Filme gucken können, im Berlinale-Kindergarten betreut. In den beiden Generation-Sektionen gibt es Filme für Kinder und Jugendliche, im Talent Campus trifft sich der Filmemacher-Nachwuchs. In der Reihe Perspektive Deutsches Kino präsentieren hiesige Filmemacher ihre Erstlinge. In der Retrospektive wird Filmkunst pur, im Kulinarischen Kino zusammen mit den Kreationen von Spitzenköchen genossen, und im immer weiter wachsenden European Film Market wird eifrig mit der Ware Film gehandelt. Nicht zu vergessen die traditionellen Hauptreihen Wettbewerb, Forum und Panorama.

All dies verschmilzt in Berlin zu einem kreativ-konsumtiv-merkantilen Gesamtkunstwerk, das alljährlich Zehntausende anzieht. Die Metropole im Hintergrund tut ein Übriges, vor allem im Blick auf die großen Festivalkonkurrenten Cannes und Venedig. Das südfranzösische Städtchen mag Sonne und Meer haben, döst aber, wenn nicht im Mai Filmfest ist, winters als Rentner- und sommers als Touristenparadies vor sich hin. Das norditalienische Venedig protzt ebenfalls mit Sonne und Meer, aber das Festival auf dem Lido nutzt – in einer seit Jahren bejammernswerten Baustellensituation – im September nur mehr die Kulisse der touristisch ganzjährig überfluteten und kaum mehr originär bewohnten Lagunenstadt.

Dennoch: Es gibt, mit der traditionellen Eiseskälte im Februar, auch ein unschönes Alleinstellungsmerkmal der Berlinale – und das seit nunmehr 34 Jahren, als sie von Juni/Juli in den Februar umzog. Muss aber so sein, wegen des zeitlichen Abstands zu Cannes und Venedig. Wollte man gar eine saubere Dreimonatspause zwischen den Großfestivals herstellen, wäre ein Berlinale-Termin Mitte Januar ideal. Aber wer will schon für Tausende von Profis, die sich auf solch ein Mammutereignis vorbereiten müssen, Weihnachten und die Erholungsstille zwischen den Jahren abschaffen?

Wenn die Berlinale so attraktiv ist: Warum kommen weniger Stars hierher als nach Cannes und Venedig?

Mittelmeer statt Moabit, Lagune statt Landwehrkanal: Klar, Kulisse und Klima sind ein wichtiger Grund. Der Schwund an Hollywoodstars aber, ein ernstes Problem des Festivals, liegt überwiegend an der Vorverlegung der Oscar-Verleihung um mehrere Wochen, erstmals im Jahr 2004. Vorher nutzten die Studios die Berlinale rund um die Verkündung der Oscar-Nominierungen als perfekten Werbeauftritt. Heute müssen die Stars der bereits vor der Berlinale nominierten Filme bei diversen Oscar-Dinners in L. A. und anderswo die alles entscheidenden Academy-Mitglieder bei Laune halten. So gilt längst Venedig im Herbst als ideale Startrampe für oscarverdächtiges Filmgut, gemeinsam mit dem unmittelbar darauf folgenden Festival in der kanadischen Millionenmetropole Toronto. Cannes wiederum hat mit seinen weltberühmten Stufen, die in den zwar hässlichen „Bunker“, aber schnurstracks in den Weltruhm führen, unangefochten eigenen Star-Appeal. Jeder weiß: No-Shows von eingeladenen Filmprotagonisten hätten dort, diplomatisch formuliert, deren Nichtbeachtung auf Restlebenszeit zur Folge.

Berlin weiß sich zu helfen. Dieses Jahr versammelt es etwa Meryl Streep, Angelina Jolie, Shah Rukh Khan und Robert „Twilight“ Pattinson für Auftritte außerhalb des Kern-Wettbewerbsprogramms – und wer mag dann immer streng fragen, ob auch die Qualität ihrer Filme in angemessenem Verhältnis zum PromiRummel steht. Andererseits schmücken deutsche, vor allem durch die Berlinale gemachte Stars den Wettbewerb: diesmal etwa Nina Hoss, Jürgen Vogel, Lars Eidinger und Corinna Harfouch. Wem das nicht genug ist: Das ganze Jahr feiern Großverleiher rentabler Titel ihre Europa- oder Deutschlandpremieren mit Glanz und Allotria in Berlin. Allerdings abseits der am hellsten leuchtenden Scheinwerfer – abseits der Berlinale.

Und wie konkurrieren die drei Top-Festivals in ihrer Königsdisziplin, dem Wettbewerb?

"Filmgeschichte wird im Wettbewerb geschrieben“, notierte der Kritiker Michael Althen einmal – und tatsächlich, über das Profil eines großen Festivals entscheidet nicht die noch so löbliche Breite des Angebots, sondern die Spitze. Welche Entdeckerlust zeichnet die Auswahlkomitees aus? Welche Weltkarrieren von Künstlern und welche Erfolgsgeschichten von Filmen verknüpfen sich mit welchen Festivals? Vor allem: Welche Bindungskraft entwickeln sie, wenn es um die ganz Großen des Kinos geht? Hier stand die Berlinale zuletzt nicht gerade glücklich da, und das Festival und mit ihm sein insgesamt so sonnig agierender Direktor waren zunehmender Kritik ausgesetzt. Bei 6000 Einreichungen gab es schon mal rekordverdächtig wenige Filme im eigentlichen Wettbewerb, die zudem überwiegend nicht überzeugten – wie musste erst das übrige Material beschaffen sein?

Im vergangenen Jahr wurden diese Strukturprobleme, die auf das Schicksal der Filme im Alltag durchschlagen, am krassesten deutlich, intern und erst recht im Vergleich zu Cannes und Venedig. Alle 20 Wettbewerbsfilme in Cannes, ob von Lars von Trier oder von Pedro Almodóvar, Terrence Malick oder Nanni Moretti, starteten dort ihre Weltkarriere: Allesamt kamen sie in Frankreich ins Kino, drei Viertel davon mit durchschlagendem Erfolg – acht Titel wurden auch hierzulande gestartet, wenn auch in der Regel mit weitaus bescheideneren Ergebnissen als im Filmkulturland Nummer Eins. Und Venedig? Rund die Hälfte der 23 Wettbewerbsbeiträge, darunter Filme von Roman Polanski, David Cronenberg, George Clooney, Marjane Satrapi und der „Faust“-Siegerfilm von Alexander Sokurow, setzte sich international durch, mit ordentlichen Zahlen auch in Deutschland. Von den 16 Wettbewerbstiteln der Berlinale dagegen bleibt nicht viel mehr als der Bären-Sieger „Nader und Simin“ sowie der vom Sundance-Festival übernommene „Margin Call“. Und: Selbst hierzulande kamen nur fünf weitere Wettbewerbsfilme ins Kino, laborierten dort in Sachen Zuschauerzahlen allerdings nahe der Nachweisgrenze.

Das Debakel ist den genannten unabwendbaren Wettbewerbsnachteilen der Berlinale, aber auch ein paar hausgemachten Gründen geschuldet. Teils dürfte die jahrelange Bestellung künstlerisch nicht durchweg kompetenter Jurys manchen Interessenten vom Gang nach Berlin abgehalten haben. Immer wieder wird auch Festivaldirektor Kosslick zwar für seine Manager- und vor allem filmfamilienväterlichen Qualitäten gerühmt, nicht aber für jene cineastische Leidenschaft, die Filmkünstler erst an bestimmte Festivals bindet. Schließlich: Das alljährlich mit einigem Stolz präsentierte politische Engagement gerade bei der Zusammenstellung des Wettbewerbs, zwar heutzutage kein Alleinstellungsmerkmal großer Festivals mehr, richtet sich gegen die Macher, wenn die künstlerische Qualität der Filme nicht überzeugt.

Wo steht die Berlinale im Prestige-Ranking der drei Großen?

Dieter Kosslick selber sieht sein Festival derzeit hinter Cannes und Venedig auf Rang drei. Auch wenn es dafür keinen objektiven Gradmesser gibt: In den letzten zehn Jahren war das nicht immer so. Cannes war die Pole Position zwar auch in den kurz unruhigen Jahren des Generationswechsels vom ewigen ProgrammPapst Gilles Jacob zu Thierry Frémaux zwar nie zu nehmen, dafür wirkte Venedig umso angeschlagener. Vor allem in den schwungvollen ersten Kosslick-Jahren kämpfte Venedig mit dauernden Wechseln in der Festivalspitze, bis Marco Müller dem Ereignis am Lido durch ein ehrgeiziges Programm wieder Respekt verschaffte.

Derzeit mag Berlin seinen klar medaillentauglichen Platz unter den Großen auch deshalb halten, weil das oscar-günstig gelegene Toronto nach wie vor auf einen Wettbewerb verzichtet. Andererseits strengt sich die Berlinale selber sichtbar an, um auch über ihre genuine Attrraktivität hinaus weiter vorn mitzumischen. Die Wettbewerbsjury mit dem Präsidenten Mike Leigh versammelt ausschließlich klingende Namen, und alle 18 Filme im Wettbewerb sind Weltpremieren. Auf derart strenge Besetzung der Jury nur mit Künstlern konnte man sich bislang eher in Cannes verlassen, und das Prinzip Weltpremiere im Wettbewerb wurde in Venedig vom scheidenden Marco Müller besonders hochgehalten. So schnell kann's gehen: Zwei – anderweitige – Alleinstellungsmerkmale weniger.

Der Tagesspiegel, [08.02.2012]

 
S-Bahnkrise und Touristenboom lassen die Fahrgastzahlen steigen

Liegt es an den vielen Touristen? Oder an der Konjunktur, die den Berufsverkehr wachsen lässt? Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben noch keine endgültige Erklärung dafür, warum die Fahrgastzahl im vergangenen Jahr so stark gestiegen ist. Doch eines ist wohl klar: Die S-Bahn-Krise trug dazu bei.

„Das ist unser bestes Ergebnis seit vielen Jahren“, sagte BVG-Marketingchef Wilfried Kramer. Nach der jüngsten Berechnung wurden die U-Bahnen, Busse, Straßenbahnen und Fähren der BVG im vergangenen Jahr für 936,5 Millionen Fahrten genutzt. Das sind 14,5 Millionen Fahrten mehr als im Jahr davor. So hoch wie 2011 ist die Fahrgastzahl seit Anfang der neunziger Jahre nicht mehr gewesen. Am kräftigsten hat die Berliner U-Bahn zugelegt: von 485 Millionen auf 505 Millionen Passagiere. Für die Planer ist das ein Zeichen dafür, dass das Landesunternehmen weiterhin von der Krise bei der S-Bahn profitiert. Im harten Winter vor einem Jahr sind weitere Fahrgäste auf die zuverlässigere U-Bahn ausgewichen – und ihr treu geblieben.

Die Verbesserung der Wirtschaftslage wirke sich ebenfalls aus. Ein Faktor sei der Tourismus-Boom in Berlin. Zwar ist der Anteil der Touristen bei den Fahrgästen weiter gering – derzeit sind es fünf Prozent. Doch sie frequentieren den Nahverkehr intensiv: „Sie nutzen für 90 Prozent ihrer Fahrten in Berlin Busse und Bahnen“, so Kramer. Die andauernde Zunahme der Touristenzahl beeinflusst die Fahrgastzahl überdurchschnittlich stark.

„Bei uns macht sich auch positiv bemerkbar, dass in Berlin die Einwohnerzahl gestiegen und die Arbeitslosenquote gesunken ist“, sagte Kramer. Das spiegele sich in der Zahl der Stammkunden mit Abos, Firmen- oder Semestertickets wider: Sie stieg auf 322.500.

Rosig geht es der BVG dennoch nicht. Die Verschuldung ist im vergangenen Jahr um hundert Millionen Euro gewachsen – auf fast 840 Millionen Euro. Aktuell fordert die Gewerkschaft Verdi Lohnerhöhungen. Die Tarifverhandlungen wurden am gestrigen Montag erneut ergebnislos vertagt, die Gefahr eines Warnstreiks wächst. Nun plant die BVG die nächste Fahrpreiserhöhung. Dem Vernehmen nach sind als Termine der 1. August 2012 oder der 1. Januar 2013 im Gespräch.

S-Bahn-Teilausschreibung im Juli

Die S-Bahn nannte noch keine Fahrgastzahlen. Bei ihr steht ein anderes Thema im Vordergrund: Wie geht es mit ihr weiter? Der neue Senator für Stadtentwicklung, Michael Müller (SPD), kündigte wichtige Entscheidungen an. So werde der Senat in einer Woche im Amtsblatt der Europäischen Union mitteilen, welche Anforderungen die 388 neuen S-Bahn-Wagen erfüllen müssen. Als Nächstes will der Senat Mitte März über die geplante Teilausschreibung beraten – unter anderem darüber, für welche Strecken als Erstes ein neuer Verkehrsvertrag ab Ende 2017 abgeschlossen wird. Als Vorstufe soll Ende März ein Wettbewerb starten, bei dem Zugbetreiber mitteilen können, unter welchen Bedingungen sie an der Ausschreibung teilnehmen würden. Mitte Juli soll dann das 20-monatige Vergabeverfahren beginnen.

Der Senat muss noch entscheiden, ob der künftige S-Bahn-Betreiber die nötigen neuen Züge selbst kauft. Müller wäre für diese Lösung, allerdings könnte das Land die Finanzierung mit einer Bürgschaft erleichtern. Auch darüber, ob sich die BVG bewirbt, sei noch zu befinden. Dagegen hätte Müller aber „allergrößte Bedenken“. Er bestätigte, dass es bei dem einen Verfahren nicht bleibt: Nach und nach werde der gesamte S-Bahn-Betrieb in mehreren Teilen ausgeschrieben.

Berliner Zeitung, [07.02.2012]