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Galeria Kaufhof am Alex ist barrierefrei
Ganz ohne Schwellen ermöglicht die Galeria Kaufhof am Alex einen stufenlosen Zugang auf alle Etagen

Das "Shoppen" in der Galeria Kaufhof am Alex soll auch für behinderte und ältere oder sonst in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen ein positives Erlebnis sein. Alle Menschen sind hier willkommen und erhalten bei Bedarf Hilfe. Generell sind Türen Aufzugskabinen und Gänge ausreichend breit gestaltet. Zum Ausruhen und Verweilen laden Ruhezonen mit Sitzmöglichkeiten in allen Etagen ein.
Neuer Buddy Bär zur 62. Berlinale
Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte

Vom 09. bis 19. Februar 2012 findet die 62. Berlinale statt.
Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte

Vom 09. bis 19. Februar 2012 findet die 62. Berlinale statt. Passend zu einem der wichtigsten Events der internationalen Filmindustrie, ist die neuste Buddy Bär Miniatur "Filmstadt Berlin" erhältlich. Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte.

Neben Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" oder den Klassikern "Metropolis" und "M – eine Stadt sucht einen Mörder", sind der Potsdamer Platz und der Zoo Palast als aktuelle Schauplätze von Premierenfeiern und Filmfestspielen zu sehen.

Berlin schaut auf eine lange Filmtradition zurück und ist heute eine wachsende lebendige Filmstadt. Jedes Jahr entstehen hier rund 300 neue Filmproduktionen. Zahlreiche Synchronisationsstudios sowie mehrere hundert Film- und Fernsehproduktionsfirmen sind hier ansässig.

 

 
Gemütliches Warm Up für die Berlinale 2012
Nicht nur das Podium machte dieses Mal einen leicht müden Eindruck

"Ziehen Sie sich warm an“, empfahl Dieter Kosslick auf der diesjährigen Pressekonferenz zur bevorstehenden Berlinale.
Nicht nur das Podium machte dieses Mal einen leicht müden Eindruck

"Ziehen Sie sich warm an“, empfahl Dieter Kosslick auf der diesjährigen Pressekonferenz zur bevorstehenden Berlinale. Vorbildhaft trägt er selbst im überheizten Saal des Bundespresseamts wie immer einen schützenden Schal um den Hals. So gemütlich und saturiert geht es bekanntlich nicht überall auf der Welt zu.

Aufbrüche und Umbrüche hätten das Programm der 62. Internationalen Festspiele Berlins entsprechend kuratiert, so Dieter Kosslick, zahlreich die Geschichten um Aufstände und Revolutionen. Aus allen Teilen der bekannten und unbekannteren Welt erreichen uns Nachrichten von oft schmerzhaften gesellschaftlichen Umbrüchen, die, folgt man Kosslick, durchaus aber auch vergleichbar sind.

Geld und die Rettung des Selbst

Denn wenngleich es im Schlafzimmer von Hosni Mubarak kurz vor dem Sturz des Herrschers wahrscheinlich nicht ganz so sexy zuging, wie bei Marie Antoinette in dem Eröffnungsfilm „Les adieux à la reine“, am Ende geht es um Geld und die Rettung des Selbst. Da solche gesellschaftlichen Umbrüche stets eine Geschichte haben, wird es quer durch alle Sektionen Filme geben, die politische Entwicklungen, die Teilhabe an der Macht, über lange Zeiträume betrachten.

In besonderer Weise gilt dies wohl für den zuletzt für den Wettbewerb nominierten „White Deer Plain“ des chinesischen Regisseurs Wang Quan’an, die Adaption eines umstrittenen Buchs über die chinesische Geschichte. Angesichts von Zeit und Raum, die es da zu bewältigen gilt, erscheinen dreieinhalb Stunden Laufzeit tatsächlich nicht sehr lang.

Nicht alle Kalauer Kosslicks gelingen

Ob sich das epische Werk deshalb als Kurzfilm klassifizieren lässt, wie Kosslick es auf seine zum Scherz drängende Weise tut, sei dahingestellt. Nicht alle Kalauer Kosslicks gelingen eben, doch ohne seine Koketterien („Wie heißt das noch mal, wo man beim Telefonieren die Leute sehen kann?“) und grenzwertigen Kommentare wäre der Unterhaltungswert der Pressekonferenz nicht mehr messbar.

Allerdings ist die immer gleiche drängende Frage der Journalisten nach den Stars angesichts der gerade vorgestellten thematischen und formalen Vielheit der Filme ja auch nicht wirklich originell. Ganz neu ist in diesem Jahr dagegen das „Berlinale Special“ im Haus der Berliner Festspiele. Hier wird unter anderem das Bosnien-Drama von Angelina Jolie zu sehen sein, und nach den Abendvorstellungen besteht die Möglichkeit, mit den Filmemachern zu diskutieren.

Weiterhin gibt es aber zahlreiche Künstler, die nicht zur Berlinale kommen können, weil sie in ihren Heimatländern festgehalten werden, wie etwa der iranische Regisseur Jafar Panahi oder der chinesische Künstler Ai Weiwei. So ernst kann man Kunst auch nehmen.

Berliner Zeitung, [01.02.2012]

 
Lange Nacht im Schnee
Bei beißender Kälte und Schneefall luden Berliner Museen zur Langen Nacht

Als Eva Hausknecht zum letzten Mal in solch einer engen Grenzabfertigungskabine stand, bekam sie einen Lachkoller.
Bei beißender Kälte und Schneefall luden Berliner Museen zur Langen Nacht

Als Eva Hausknecht zum letzten Mal in solch einer engen Grenzabfertigungskabine stand, bekam sie einen Lachkoller. Das war am 1. Dezember 1989, wenige Wochen nach dem Fall der Mauer, und die Goslarerin musste zu einer Tagung nach Ostdeutschland. „Ich hatte die fünf Mark Einreisegebühr als Münzgeld in der Hand, doch sie passten nicht durch den schmalen Schlitz unter dem Sicherheitsglas“, erinnert sich Hausknecht. Da habe sie vor der Grenzbeamtin einen Lachanfall bekommen. „Ich musste daran denken, wie ich wenige Wochen zuvor in so einer Situation noch total panisch reagiert hätte und musste immer mehr lachen."

Mehr als 20 Jahre später wirkt sie sehr gelassen.

Auch wenn der Besuch des Tränenpalasts nicht gerade sehr angenehme Erinnerungen an zahlreiche angsterfüllte Grenzkontrollen in Hausknecht wachruft – doch wiedersehen wollte sie ihn.

Eva Hausknecht ist an diesem Samstagabend mit ihrem Sohn Joachim auf der 30. Langen Nacht der Museen unterwegs. Der Tränenpalast ist die erste Station von Mutter und Sohn, die sich über diese besondere Gelegenheit freuen: Denn die ehemalige Ausreisehalle am Bahnhof Friedrichstraße nimmt erstmals an der Langen Nacht teil, da hier erst im September 2011 nach der Sanierung des Hauses die Ausstellung „GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung“ eröffnet wurde.

Bereits um kurz nach 18 Uhr, direkt zu Beginn der Langen Nacht, betreten nach und nach immer mehr Menschen den Tränenpalast. Sie schütteln sich den Schnee von Mützen und Jacken und freuen sich über die Wärme im Museum, denn draußen hat es bei Minusgraden angefangen, leicht zu schneien.

Wer an diesem Abend zu Fuß unterwegs ist und die beißende Kälte im Gesicht spürt, ist froh, wenn er dick angezogen ist. Oder wenn er bequem und warm in einem der Shuttlebusse sitzt, die die Besucher vom logistischen Zentrum am Kulturforum auf sechs Routen zu den 70 teilnehmenden Häusern innerhalb des S-Bahn-Ringes bringen. „Es ist immer sehr charmant in diesen Bussen“, sagt Sigrid Peter. „Es herrscht eine nette Atmosphäre, man unterhält sich schon mal untereinander und es passen immer zehn Menschen mehr hinein als man denkt."

Sigrid Peter ist mit Günter Paus schon zum zehnten Mal auf der Langen Nacht dabei, die beiden sind quasi alte Hasen. Gerade schauen sie sich die Ausstellung zur deutschen Geschichte im Historiale Museum Unter den Linden an, auch dieses Haus nimmt zum ersten Mal teil. „Mehr als vier Museen in Ruhe anzusehen schafft man einfach nicht“, weiß Sigrid Peter. Für dieses Mal haben sie und ihr Begleiter sich noch die Humboldt-Box und das Deutsche Historische Museum vorgenommen – mit dem Bus, auch wenn beide Ziele nur wenige Hunderte Meter weit weg sind.

Dabei ist es trotz der Kälte eine besondere Erfahrung, in dieser Nacht unterwegs zu sein. Auch wenn viele Gehwege wegen des steten Schneefalls zunehmend rutschiger werden und es schon fast ein kleines Abenteuer ist, die Schlossbrücke mit nicht besonders stark profilierten Schuhen zu überqueren.

Touristen fotografieren sich im Schneetreiben unter den starken Scheinwerfern vor dem Eingang des Automobil-Forums, das mit der Fotoausstellung „Riten des Lebens“ und mehreren Musikbands an der Langen Nacht teilnimmt. Kinder formen begeistert kleine Schneebälle, singen „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ und an der Ecke Friedrichstraße/Unter den Linden spielt ein junger Mann Trompete – fast könnte wieder Weihnachten sein.

Einen besonders starken Eindruck ruft inmitten der fallenden Flocken die Wort-Licht-Installation „Lumières“ am Reiterdenkmal Friedrich des Großen Unter den Linden hervor, die noch bis Sonntagmorgen zu sehen ist. Da sich der Geburtstag des Preußenkönigs am 24. Januar zum 300. Mal jährte, widmet sich die Lange Nacht mit vielen Angeboten dem Alten Fritz.

Gelbe Beamer-Strahlen werfen rechts und links vom Reiterdenkmal französische Verse aus Friedrichs Feder und deren deutsche Übersetzung an die Fassaden der Humboldt-Universität. „Die Ruhe ist erlaubt, aber nur unter Lorbeeren“ heißt es da unter anderem. – Wie schön, ein Hauch Sommerfantasie inmitten des Wintereinbruchs.

Wer diesem entkommen will, flüchtet ins Deutsche Guggenheim. Hier entspannen sich die Besucher bei warmen Temperaturen und leiser Musik in blauen Liegestühlen. Ein gar nicht mehr ganz so junges Paar küsst sich ausdauernd und zärtlich, als läge es am Strand. Ansonsten sind hier eher auffällig viele junge Besucher unterschiedlicher Nationalitäten unterwegs, angelockt von der lebendig und modern präsentierten Ausstellung „Found in Translation“ über interkulturelle Verständigung.

Sommer herrscht auch im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums – anlässlich der Ausstellung „Unter Bäumen. Die Deutschen und der Wald“ wurde in dem großen Hof mit Vogelgezwitscher und Videos eine fast verträumte Waldatmosphäre geschaffen. Zwei junge Mädchen werfen sich hier übermütig auf den Boden und lachen, als würden sie ins weiche Moos fallen.

Weniger zu lachen haben zum gleichen Zeitpunkt all die Besucher, welche die Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel besuchen wollen. Da aus Sicherheitsgründen nur 500 Personen im Haus erlaubt sind, hat sich vor dem Eingang eine lange Schlange gebildet.

Dass das kleine Schild, das darüber informierte, dass es Eintrittskarten nur im Alten Museum gibt, in der Dunkelheit nur sehr schwer zu erkennen ist, ärgert vor allem die Besucher, die diesen Hinweis übersehen. Sie erfahren erst nach einer langen Wartezeit unmittelbar am Eingang, dass sie ohne Ticket nicht eingelassen werden. Wer schon vorher ein Ticket hatte, hat Glück. Und kann an zahlreichen Führungen teilnehmen.

Zum Beispiel mit dem Kunsthistoriker Andreas Knüppel, der Führungen zum Thema „Friedrich der Große in den Werken Adolph Menzels“ anbietet. Sympathisch gemacht und informativ ist sein Vortrag an den Gemälden „Ansprache Friedrichs des Großen an seine Generale vor der Schlacht bei Leuthen“ und „Flötenkonzert Friedrich des Großen in Sanssouci“ – sehr lang allerdings nicht. „Die Führungen an normalen Tagen sind wesentlich länger und ausführlicher“, sagt Knüppel.

Denn die Lange Nacht ist für die teilnehmenden Museen natürlich nicht zuletzt ein wichtiges Werbeinstrument. Dass sie als solches funktioniert, beweist die konstant hohe Besucherzahl. Nach Erwartungen der Veranstalter werden es trotz der winterlichen Verhältnisse und mancher dadurch bedingter Verspätungen der Shuttle-Busse auch in dieser Nacht bis zum Ende um 2 Uhr morgens wieder gut 30.000 Besucher sein.

Nach 30 Langen Nächten und 15 Jahren waren es damit insgesamt mehr als eine Million Besucher. Das einmillionste Ticket hat an diesem Samstagabend eine Frau aus Friedenau an einer der Abendkassen am Kulturforum gekauft. Als Preis darf sie mit ihrer Tochter für drei Tage nach Budapest fliegen und die dortige Lange Nacht der Museen besuchen. Da diese im Juni stattfindet, müssen sich die Gewinnerinnen dann um warme Kleidung sicherlich keine Gedanken mehr machen.

Der Tagesspiegel, [28.01.2012]

 

 

 
Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte

Vom 09. bis 19. Februar 2012 findet die 62. Berlinale statt. Passend zu einem der wichtigsten Events der internationalen Filmindustrie, ist die neuste Buddy Bär Miniatur "Filmstadt Berlin" erhältlich. Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte.

Neben Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" oder den Klassikern "Metropolis" und "M – eine Stadt sucht einen Mörder", sind der Potsdamer Platz und der Zoo Palast als aktuelle Schauplätze von Premierenfeiern und Filmfestspielen zu sehen.

Berlin schaut auf eine lange Filmtradition zurück und ist heute eine wachsende lebendige Filmstadt. Jedes Jahr entstehen hier rund 300 neue Filmproduktionen. Zahlreiche Synchronisationsstudios sowie mehrere hundert Film- und Fernsehproduktionsfirmen sind hier ansässig.

 
Nicht nur das Podium machte dieses Mal einen leicht müden Eindruck

"Ziehen Sie sich warm an“, empfahl Dieter Kosslick auf der diesjährigen Pressekonferenz zur bevorstehenden Berlinale. Vorbildhaft trägt er selbst im überheizten Saal des Bundespresseamts wie immer einen schützenden Schal um den Hals. So gemütlich und saturiert geht es bekanntlich nicht überall auf der Welt zu.

Aufbrüche und Umbrüche hätten das Programm der 62. Internationalen Festspiele Berlins entsprechend kuratiert, so Dieter Kosslick, zahlreich die Geschichten um Aufstände und Revolutionen. Aus allen Teilen der bekannten und unbekannteren Welt erreichen uns Nachrichten von oft schmerzhaften gesellschaftlichen Umbrüchen, die, folgt man Kosslick, durchaus aber auch vergleichbar sind.

Geld und die Rettung des Selbst

Denn wenngleich es im Schlafzimmer von Hosni Mubarak kurz vor dem Sturz des Herrschers wahrscheinlich nicht ganz so sexy zuging, wie bei Marie Antoinette in dem Eröffnungsfilm „Les adieux à la reine“, am Ende geht es um Geld und die Rettung des Selbst. Da solche gesellschaftlichen Umbrüche stets eine Geschichte haben, wird es quer durch alle Sektionen Filme geben, die politische Entwicklungen, die Teilhabe an der Macht, über lange Zeiträume betrachten.

In besonderer Weise gilt dies wohl für den zuletzt für den Wettbewerb nominierten „White Deer Plain“ des chinesischen Regisseurs Wang Quan’an, die Adaption eines umstrittenen Buchs über die chinesische Geschichte. Angesichts von Zeit und Raum, die es da zu bewältigen gilt, erscheinen dreieinhalb Stunden Laufzeit tatsächlich nicht sehr lang.

Nicht alle Kalauer Kosslicks gelingen

Ob sich das epische Werk deshalb als Kurzfilm klassifizieren lässt, wie Kosslick es auf seine zum Scherz drängende Weise tut, sei dahingestellt. Nicht alle Kalauer Kosslicks gelingen eben, doch ohne seine Koketterien („Wie heißt das noch mal, wo man beim Telefonieren die Leute sehen kann?“) und grenzwertigen Kommentare wäre der Unterhaltungswert der Pressekonferenz nicht mehr messbar.

Allerdings ist die immer gleiche drängende Frage der Journalisten nach den Stars angesichts der gerade vorgestellten thematischen und formalen Vielheit der Filme ja auch nicht wirklich originell. Ganz neu ist in diesem Jahr dagegen das „Berlinale Special“ im Haus der Berliner Festspiele. Hier wird unter anderem das Bosnien-Drama von Angelina Jolie zu sehen sein, und nach den Abendvorstellungen besteht die Möglichkeit, mit den Filmemachern zu diskutieren.

Weiterhin gibt es aber zahlreiche Künstler, die nicht zur Berlinale kommen können, weil sie in ihren Heimatländern festgehalten werden, wie etwa der iranische Regisseur Jafar Panahi oder der chinesische Künstler Ai Weiwei. So ernst kann man Kunst auch nehmen.

Berliner Zeitung, [01.02.2012]

 
Bei beißender Kälte und Schneefall luden Berliner Museen zur Langen Nacht

Als Eva Hausknecht zum letzten Mal in solch einer engen Grenzabfertigungskabine stand, bekam sie einen Lachkoller. Das war am 1. Dezember 1989, wenige Wochen nach dem Fall der Mauer, und die Goslarerin musste zu einer Tagung nach Ostdeutschland. „Ich hatte die fünf Mark Einreisegebühr als Münzgeld in der Hand, doch sie passten nicht durch den schmalen Schlitz unter dem Sicherheitsglas“, erinnert sich Hausknecht. Da habe sie vor der Grenzbeamtin einen Lachanfall bekommen. „Ich musste daran denken, wie ich wenige Wochen zuvor in so einer Situation noch total panisch reagiert hätte und musste immer mehr lachen."

Mehr als 20 Jahre später wirkt sie sehr gelassen.

Auch wenn der Besuch des Tränenpalasts nicht gerade sehr angenehme Erinnerungen an zahlreiche angsterfüllte Grenzkontrollen in Hausknecht wachruft – doch wiedersehen wollte sie ihn.

Eva Hausknecht ist an diesem Samstagabend mit ihrem Sohn Joachim auf der 30. Langen Nacht der Museen unterwegs. Der Tränenpalast ist die erste Station von Mutter und Sohn, die sich über diese besondere Gelegenheit freuen: Denn die ehemalige Ausreisehalle am Bahnhof Friedrichstraße nimmt erstmals an der Langen Nacht teil, da hier erst im September 2011 nach der Sanierung des Hauses die Ausstellung „GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung“ eröffnet wurde.

Bereits um kurz nach 18 Uhr, direkt zu Beginn der Langen Nacht, betreten nach und nach immer mehr Menschen den Tränenpalast. Sie schütteln sich den Schnee von Mützen und Jacken und freuen sich über die Wärme im Museum, denn draußen hat es bei Minusgraden angefangen, leicht zu schneien.

Wer an diesem Abend zu Fuß unterwegs ist und die beißende Kälte im Gesicht spürt, ist froh, wenn er dick angezogen ist. Oder wenn er bequem und warm in einem der Shuttlebusse sitzt, die die Besucher vom logistischen Zentrum am Kulturforum auf sechs Routen zu den 70 teilnehmenden Häusern innerhalb des S-Bahn-Ringes bringen. „Es ist immer sehr charmant in diesen Bussen“, sagt Sigrid Peter. „Es herrscht eine nette Atmosphäre, man unterhält sich schon mal untereinander und es passen immer zehn Menschen mehr hinein als man denkt."

Sigrid Peter ist mit Günter Paus schon zum zehnten Mal auf der Langen Nacht dabei, die beiden sind quasi alte Hasen. Gerade schauen sie sich die Ausstellung zur deutschen Geschichte im Historiale Museum Unter den Linden an, auch dieses Haus nimmt zum ersten Mal teil. „Mehr als vier Museen in Ruhe anzusehen schafft man einfach nicht“, weiß Sigrid Peter. Für dieses Mal haben sie und ihr Begleiter sich noch die Humboldt-Box und das Deutsche Historische Museum vorgenommen – mit dem Bus, auch wenn beide Ziele nur wenige Hunderte Meter weit weg sind.

Dabei ist es trotz der Kälte eine besondere Erfahrung, in dieser Nacht unterwegs zu sein. Auch wenn viele Gehwege wegen des steten Schneefalls zunehmend rutschiger werden und es schon fast ein kleines Abenteuer ist, die Schlossbrücke mit nicht besonders stark profilierten Schuhen zu überqueren.

Touristen fotografieren sich im Schneetreiben unter den starken Scheinwerfern vor dem Eingang des Automobil-Forums, das mit der Fotoausstellung „Riten des Lebens“ und mehreren Musikbands an der Langen Nacht teilnimmt. Kinder formen begeistert kleine Schneebälle, singen „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ und an der Ecke Friedrichstraße/Unter den Linden spielt ein junger Mann Trompete – fast könnte wieder Weihnachten sein.

Einen besonders starken Eindruck ruft inmitten der fallenden Flocken die Wort-Licht-Installation „Lumières“ am Reiterdenkmal Friedrich des Großen Unter den Linden hervor, die noch bis Sonntagmorgen zu sehen ist. Da sich der Geburtstag des Preußenkönigs am 24. Januar zum 300. Mal jährte, widmet sich die Lange Nacht mit vielen Angeboten dem Alten Fritz.

Gelbe Beamer-Strahlen werfen rechts und links vom Reiterdenkmal französische Verse aus Friedrichs Feder und deren deutsche Übersetzung an die Fassaden der Humboldt-Universität. „Die Ruhe ist erlaubt, aber nur unter Lorbeeren“ heißt es da unter anderem. – Wie schön, ein Hauch Sommerfantasie inmitten des Wintereinbruchs.

Wer diesem entkommen will, flüchtet ins Deutsche Guggenheim. Hier entspannen sich die Besucher bei warmen Temperaturen und leiser Musik in blauen Liegestühlen. Ein gar nicht mehr ganz so junges Paar küsst sich ausdauernd und zärtlich, als läge es am Strand. Ansonsten sind hier eher auffällig viele junge Besucher unterschiedlicher Nationalitäten unterwegs, angelockt von der lebendig und modern präsentierten Ausstellung „Found in Translation“ über interkulturelle Verständigung.

Sommer herrscht auch im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums – anlässlich der Ausstellung „Unter Bäumen. Die Deutschen und der Wald“ wurde in dem großen Hof mit Vogelgezwitscher und Videos eine fast verträumte Waldatmosphäre geschaffen. Zwei junge Mädchen werfen sich hier übermütig auf den Boden und lachen, als würden sie ins weiche Moos fallen.

Weniger zu lachen haben zum gleichen Zeitpunkt all die Besucher, welche die Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel besuchen wollen. Da aus Sicherheitsgründen nur 500 Personen im Haus erlaubt sind, hat sich vor dem Eingang eine lange Schlange gebildet.

Dass das kleine Schild, das darüber informierte, dass es Eintrittskarten nur im Alten Museum gibt, in der Dunkelheit nur sehr schwer zu erkennen ist, ärgert vor allem die Besucher, die diesen Hinweis übersehen. Sie erfahren erst nach einer langen Wartezeit unmittelbar am Eingang, dass sie ohne Ticket nicht eingelassen werden. Wer schon vorher ein Ticket hatte, hat Glück. Und kann an zahlreichen Führungen teilnehmen.

Zum Beispiel mit dem Kunsthistoriker Andreas Knüppel, der Führungen zum Thema „Friedrich der Große in den Werken Adolph Menzels“ anbietet. Sympathisch gemacht und informativ ist sein Vortrag an den Gemälden „Ansprache Friedrichs des Großen an seine Generale vor der Schlacht bei Leuthen“ und „Flötenkonzert Friedrich des Großen in Sanssouci“ – sehr lang allerdings nicht. „Die Führungen an normalen Tagen sind wesentlich länger und ausführlicher“, sagt Knüppel.

Denn die Lange Nacht ist für die teilnehmenden Museen natürlich nicht zuletzt ein wichtiges Werbeinstrument. Dass sie als solches funktioniert, beweist die konstant hohe Besucherzahl. Nach Erwartungen der Veranstalter werden es trotz der winterlichen Verhältnisse und mancher dadurch bedingter Verspätungen der Shuttle-Busse auch in dieser Nacht bis zum Ende um 2 Uhr morgens wieder gut 30.000 Besucher sein.

Nach 30 Langen Nächten und 15 Jahren waren es damit insgesamt mehr als eine Million Besucher. Das einmillionste Ticket hat an diesem Samstagabend eine Frau aus Friedenau an einer der Abendkassen am Kulturforum gekauft. Als Preis darf sie mit ihrer Tochter für drei Tage nach Budapest fliegen und die dortige Lange Nacht der Museen besuchen. Da diese im Juni stattfindet, müssen sich die Gewinnerinnen dann um warme Kleidung sicherlich keine Gedanken mehr machen.

Der Tagesspiegel, [28.01.2012]

 
Beim größten deutschen Halbmarathon war das Teilnehmerlimit zuletzt auf 27.500 erhöht worden

Bereits am 14. Januar war das Teilnehmerlimit von 27.500 für den 32. Vattenfall Berliner Halbmarathon am 1. April 2012 erreicht. Beim größten deutschen Halbmarathon, mittlerweile einem der größten und schnellsten seiner Art weltweit, war das Teilnehmerlimit zuletzt auf 27.500 erhöht worden. Trotzdem war der Lauf diesmal einige Woche früher ausverkauft als vor einem Jahr, als sich Anfang März 25.500 angemeldet hatten. Start und Ziel der 21,0975 km langen attraktiven Strecke befinden sich auf der Karl-Marx-Allee, die Strecke führt über Brandenburger Tor, Schloss Charlottenburg, Ku´damm und Potsdamer Platz.

 

 
Eisbar am Bebelplatz, Kleider im U-Bahnhof: Die Fashion Week lädt zum Schauen und Feiern

Im Sommer kann ja jeder da oben auf dem Hotel de Rome stehen, im dünnen Kleidchen, einen Drink in der Hand, die Abendsonne im Gesicht – aber bei bitterkaltem Nieselwetter? Doch, auch das geht, die frische Luft ist sogar von Vorteil, zumindest für die „Fashionlounge“, die dort oben anlässlich der Modewoche aufgebaut wurde. Denn auf dem Hoteldach am Bebelplatz öffnet heute unter freiem Himmel eine Bar aus Eisblöcken, täglich geöffnet von 15 bis 20 Uhr.

An vielen Orten der Stadt beginnt am heutigen Dienstagabend die Mode-Party, die größte mit 2500 geladenen Gästen im „High Voltage“-Club. Dieser wurde auf dem Messegelände der Bread & Butter auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof aufgebaut.

Eine Stunde lang sollen die Gäste von der spanischen Künstlergruppe Fuerza Bruta elektrisiert werden mit einer Show aus Akrobatik, Tanz und Musik. Und weil Modemenschen angeblich Energie haben wie Duracell-Häschen, darf anschließend zur Musik der beiden Brüder David und Stephen Dewaele, besser bekannt als das Duo 2ManyDJs, und des DJs Mickey Moonlight vom Label Ed Banger getanzt werden.

Voll aufgeblendet wird auch das Scheinwerferlicht für die Fashion Week, die parallel zur B&B stattfindet und am Mittwoch um 10 Uhr mit der Show der Modemarke Escada Sport im Zelt vor dem Brandenburger Tor startet. 54 Designer präsentieren hier und in zahlreichen weiteren Orten bis Sonnabend ihre Kollektionen für die Herbst-/Wintersaison 2012/2013 – und wo Mode gezeigt wird, da zeigen sich auch prominente Gäste gerne. Zahlreiche Schauspieler, Musiker, Künstler werden in den nächsten Tagen zur Fashion Week anreisen und in der berühmten Front Row, der ersten Reihe direkt am Laufsteg, Platz nehmen.

Mit dabei ist beispielsweise Lara Stone, 29, eines der weltweit gefragtesten Models und in diesem Jahr das „Gesicht“ der Fashion Week. Auf dem Catwalk sind auch ältere Models gefragt. Der Berliner Designer Michael Michalsky ließ seine Mode bereits im vorigen Jahr auch von Ü-70-Models präsentieren, dieses Jahr zieht die Designerin Anja Gockel nach und holt Vera Gräfin von Lehndorff alias Veruschka auf den Laufsteg. „Germanys First Topmodel“ ist Jahrgang 1939.

Zu den Höhepunkten der Fashion Week in Sachen Promiaufgebot gehört die Show von Hugo Boss am Donnerstagmittag. In der Wandelhalle der Gemäldegalerie wird die neueste Kollektion gezeigt, am Abend gibt es dann ein gesetztes Dinner für 200 Gäste – ein kleiner Kreis für das Metzinger Modeunternehmen, das für seine opulenten Partys bekannt ist. Die Gästeliste? Noch geheim.

Das Berliner Designer-Duo Unrath & Strano lädt seine Gäste zur Show in den nicht genutzten U-Bahnhof ein, der sich zwischen Leipziger Platz und Philharmonie befindet.

Fast schon zum Inventar der Fashion Week gehört dagegen Ex-Tennisstar Boris Becker. Mit seiner Frau Lilly hat er sich für die Show von Designer Michael Michalsky angekündigt, die am Freitagabend im Tempodrom über den Catwalk geht. Der Modemacher lädt zusammen mit den Labels Roeckl und C’est Tout zur StyleNite ein – und bietet so viel Rahmenprogramm, dass die Mode fast schon zur Nebensache zu werden droht: Sängerin Jessica Six singt während der Schau von Roeckl, bevor Michalsky seine Kollektion zeigt, spielt die Künstlerin Marina & the Diamonds. Zur StyleNite wollen beispielsweise die Models Karolina Kurkova und Eva Padberg kommen, die für eine Vox-Sendung bald selbst Models casten, Musiker Peter Fox, Regisseur Oskar Roehler, Boxer Henry Maske – und Miss Piggy, denn bei der StyleNite feiert der neue „Muppets“-Film Premiere. Was Miss Piggy tragen wird, steht schon fest: Ein Kleid von Michalsky – in Sondergröße.

Der Tagesspiegel, [17.01.2012]

 

 
Erstmalig in Südostasien

Seit dem 08. Dezember 2011 sind die United Buddy Bears in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur zu Gast. Unter der Schirmherrschaft des Sultans von Selangor wird die Ausstellung bis zum 15. Februar 2012 auf dem Platz vor dem Pavilion in der Nähe der Petronas Towers zu sehen sein.

In einem großen Festakt wurde die Ausstellung von dem Bürgermeister von Kuala Lumpur, Tan Sri Ahmad Fuad Ismail, dem Minister für Tourismus, Datuk Dr. Victor Wee, dem Initiator der Ausstellung in Kuala Lumpur, Tan Sri Jojo und Klaus Herlitz feierlich eröffnet. Täglich strömen Tausende zu den insgesamt 147 Bärenskulpturen, die direkt in Downtown vor dem PAVILION Kuala Lumpur an der Bukit Bintang ausgestellt sind. Bis zum Ende der Ausstellung am 15. Februar 2012 werden – laut der Stadtverwaltung – über 3 Millionen Besucher erwartet.

Neuer United Buddy Bear für Malaysia

Während der Eröffnungsfeier wurde der neue United Buddy Bear für Malaysia enthüllt. Der Bär wurde von dem renommiertesten Künstler und Comedian des Landes, IMUDA, entworfen und bemalt.

 
Auf dem Weg zurück zur Normalität hat die Berliner S-Bahn eine weitere Etappe geschafft

Am Montagmorgen setzte das Unternehmen von seinen 650 Doppelwagen exakt 500 zur Fahrgastbeförderung ein, teilte S-Bahn-Chef Peter Buchner der Berliner Zeitung mit. "Seit dem Sommer 2009 waren noch nie so viele Züge im Linieneinsatz."

Weil sich die Techniker ins Zeug gelegt hätten, sei die verfügbare Wagenflotte in den vergangenen Monaten stetig gewachsen, so Buchner. So konnte der „Revisionsstau“ abgearbeitet werden, indem viele S-Bahnen die Hauptuntersuchung absolvierten. Inzwischen warten nur noch 85 Doppelwagen in Schöneweide auf den Werkstattbesuch. Außerdem verfügen nach einer Tauschaktion alle S-Bahnen über stabilere Räder. Wenn im Frühjahr, wie erwartet, weitere Fahrer ihre Ausbildung beendet haben, könne das Angebot für die Fahrgäste weiter verbessert werden. Dann soll die 2009 stillgelegte Linie S 85 wieder- belebt werden, sagte Buchner.

Berliner Zeitung, [09.01.2012]

 
Anrainer, Bezirk und Polizei wollen gemeinsam für mehr Sicherheit und Sauberkeit am Alex sorgen

Sauberer, sicherer, attraktiver – so soll sich der Alexanderplatz in Zukunft den Berlinern und den Touristen präsentieren. Dieses Ziel hat sich eine Initiative von Anrainern sowie Unternehmern mit dem Bezirk Mitte und der Polizei gesetzt. Sie haben sich am Freitag zu einem Alex-Bündnis zusammengeschlossen und eine Vereinbarung unterzeichnet. Schwerpunkte sind die Müllbeseitigung, die Sicherheit und das Nebeneinander der verschiedenen Nutzergruppen. Festgeschrieben in der Vereinbarung ist zudem, dass in diesem Jahr für Ortsfremde ein neues Orientierungssystem installiert werden soll.

Mittes Bürgermeister Christian Hanke (SPD) sagt, der Alexanderplatz zähle zu den bedeutendsten Plätzen der Stadt und sei mit mehr als 300 000 Besuchern täglich auch einer der belebtesten. Mit dem Vertrag habe man erstmals Ziele definiert, die man nun gemeinsam erreichen wolle. Zu dem Bündnis gehören mehr als ein Dutzend Partner. Sie kümmern sich um den Alexanderplatz am Brunnen der Völkerfreundschaft, aber auch um das Gebiet am Fernsehturm und die Grünflächen bis zur Spandauer Straße.

Anwohner von Lärm gestört

Vor allem dort gibt es immer wieder Konflikte. Anwohner des Wohnblocks an der Rathausstraße hatten sich schon vor fünf Jahren über Saufgelage von Jugendlichen beschwert, über Verwahrlosung, Müll, zersplitterte Glasflaschen und Pöbeleien. Der Bezirk erließ ein Alkoholverbot für die Grünanlage, das aber nur mäßigen Erfolg brachte. Derzeit lässt er die Flächen am Fernsehturm für fünf Millionen Euro neu gestalten. Erste Bereiche mit hellen Bodenplatten und neuen Holzbänken sind fertiggestellt.

Das sieht Anwohner Rolf Schulz vom Mieterbeirat Rathausstraße positiv, auch dass die Trinkgelage vor allem an Freitagabenden durch Einsätze von Polizei und Ordnungsamt begrenzt werden konnten. Trafen sich anfangs bis zu 500 Jugendliche zum Partymachen, sind es derzeit nur noch etwa 50, die sich entweder nahe der Marienkirche oder inzwischen in der Rathausstraße aufhalten. Weiterhin stört die Anwohner allerdings der Lärm, der auch von Touristen verursacht wird.

Nach Einschätzung der Polizei ist der Alexanderplatz kein Gebiet, das durch eine hohe Kriminalitätsrate auffällig ist. 2011 wurden dort vor allem Taschendiebstähle registriert, dazu 60 Raubdelikte und ebenso viele Körperverletzungen. Das seien „verschwindend geringe Zahlen“, sagt Michael Krömer, Leiter der Polizeidirektion 3. Probleme seien aber weiterhin exzessiver Alkoholkonsum und Urinieren in der Öffentlichkeit. „Durch unsere Präsenz versuchen wir die Ordnung so herzustellen, dass sich alle Menschen hier wohlfühlen“, sagt Krömer.

Touristen sollen sich besser zurechtfinden

Und dazu gehören auch die Jugendlichen. Um die kümmern sich sowohl die Platzmanager vom Moabiter Ratschlag als auch Sozialarbeiter von Gangway. Sie legen Regeln fest, etwa dass nach 22 Uhr nicht mehr Streetball gespielt wird. Sie organisieren Projekte, bei denen Jugendliche an Wochenenden helfen, die Grünanlagen sauber zu machen. „Wenn die Jugendlichen sehen, sie werden akzeptiert, dann halten sie sich an die Regeln“, sagt Katharina Homann vom Moabiter Ratschlag. Der Alex sei bunt, Gothics und Streetdance seien eine Bereicherung für den Platz.

Stefanie Peitzmeier vom Projekt Service in the City beim Senat will in diesem Jahr erreichen, dass sich Touristen am Alex besser zurechtfinden. Bis Ende Januar wird untersucht, welche Mängel das Areal hat, welche Wegweiser zu Haltestellen fehlen und wie alltagstauglich der Platz ist. So fehlt am Fernsehturm seit Jahren auch eine öffentliche Toilette. Die soll nun nahe der Marienkirche aufgestellt werden. „Dreieinhalb Jahre hat das gedauert, so etwas muss künftig schneller geklärt werden“, sagt Anwohner Schulz.

Berliner Zeitung, [06.01.2012]

 

 
"Es lebe die Revue" und Candlelight Dinner-Menü "Genuss zu Zweit"

Eingerichtet mit originalen Requisiten der CCC Filmstudios und vielen Erinnerungen an große deutsche Filme, bietet das Restaurant "Movie" Platz für angeregte Gespräche und lädt zum Schlemmen ein. Es erwartet Sie eine Auswahl regionaler und internationaler Gerichte.

Aus unserem Kulinarischen Kalender: Es lebe die Revue: 05. Januar 2012 - 07. März 2012

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 06.30 - 10.00 Uhr
Samstag und Sonntag: 07.00 - 11.00 Uhr
Mittag (kleine Karte): 11.30 - 13.30 Uhr
Abendessen: 17.30 - 22.00 Uhr

Kids eat free
Kinder bis einschließlich 12 Jahre essen in unserem Restaurant aus der Kinderkarte kostenfrei, wenn sie in Begleitung eines zu Mittag oder zu Abend essenden Erwachsenen sind (max. 2 Kinder pro einem Erwachsenen). Dieses Angebot gilt für Familien, die im Hotel übernachten.

"Genuss zu Zweit"

Jeden Freitag ab 18:00 Uhr können Sie ein 3-Gang-Menü genießen - Candlelight Menü
Preis pro Person: 22,00 Euro

 
Wegen Fahrermangels gab es auch am Silvesterwochenende Probleme bei der S-Bahn – das ändert sich nicht vor dem Frühjahr

Die S-Bahn ist so ins neue Jahr gefahren, wie sie das alte beendet hat: mit Engpässen beim Fahrpersonal und als Folge davon mit ausgefallenen Fahrten. Damit müssen Fahrgäste auch in den kommenden Wochen rechnen. Zwar hat am Sonntag erneut ein sehr hoher Krankenstand zu den Einschränkungen im Betrieb geführt, doch dem Unternehmen fehlen generell Fahrer – nach eigenen Angaben rund 50. Knapp tausend sind derzeit vorhanden. Eine Entspannung wird es erst geben, wenn im Frühjahr Ausbildungslehrgänge abgeschlossen sein werden.

Gestern fuhren auf der S 25 (Teltow Stadt-Hennigsdorf) die Züge auf der gesamten Strecke nur alle 20 Minuten; planmäßig soll es zwischen Teltow und Nordbahnhof tagsüber einen Zehn-Minuten-Verkehr geben.

Die S 47, die normalerweise zwischen Spindlersfeld und Hermannstraße fährt, beendete ihre Fahrten aus Spindlersfeld bereits in Schöneweide – wie bereits in den vergangenen Tagen, als es ebenfalls Personalmangel gab. Auch auf der S 75 (Wartenberg-Westkreuz) fielen nach Angaben eines Sprechers einzelne Fahrten aus. Der Silvesterverkehr dagegen habe - mit Ausnahme der S 47 - planmäßig angeboten werden können, sagte der Sprecher weiter.

Wenn nicht genügend Fahrer zur Schicht erscheinen, versuche man, die Einschränkungen auf einzelne Linien zu konzentrieren, sagte der Sprecher. Dies sei auch für die Fahrgäste leichter nachzuvollziehen, als immer wieder im gesamten Netz Fahrten ausfallen zu lassen. Ziel sei es, vor allem in der Innenstadt und auf den wichtigsten Zulaufstrecken weiter nach Plan zu fahren. Deshalb trifft es meistens die S 47, auf der in der Regel nur wenige Fahrgäste unterwegs sind.

Problematischer sind die Einschränkungen auf der S 25. Die im Februar 2005 eröffnete Strecke nach Teltow Stadt hat zwar die hohen Erwartungen bei den Fahrgastzahlen bisher nicht erfüllt, so dass es auch hier vergleichsweise nur wenige Fahrgäste trifft, dazu beigetragen haben aber auch häufige Einschränkungen im Betrieb, die potenzielle Kunden davon abgehalten haben, S-Bahn zu fahren. Gleich nach der Eröffnung zwangen Baustellen in Berlin Fahrgäste zum teilweise mehrfachen Umsteigen, und auch der bereits für Sommer 2009 bestellte Zehn-Minuten-Verkehr, von dem man sich eine deutliche Zunahme der Fahrgastzahlen versprochen hatte, kam erst im Juli 2011. Der – vorübergehende – 20-Minuten-Takt macht die Strecke nun wieder unattraktiver, vor allem, wenn Fahrgäste erst auf dem Bahnhof merken, dass sie lange auf den Zug warten müssen.

Wie viele Fahrer sich am Sonntag krank gemeldet hatten, konnte der Sprecher nicht sagen. In den vergangenen Tagen waren es jeweils knapp hundert von den etwa tausend Triebfahrzeugführern. Dass dahinter eine gezielte Aktion steckt, bestreiten das Unternehmen und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) einhellig. Die GDL führt den hohen Krankenstand auf die Belastungen der Fahrer zurück. Lange Schichten und Überstunden – jeweils im zulässigen Rahmen – seien die Hauptursache. Hinzu komme die Abfertigungsmethode, bei der die Fahrer in der Regel den Führerstand verlassen müssen, um den Ein- und Ausstieg der Fahrgäste zu überwachen. Dafür war und ist ein Monitorsystem im Führerstand vorgesehen, doch dieses ist bis heute nicht zugelassen. Die Abfertiger auf den Bahnhöfen hatte die frühere Geschäftsführung aber schon vorher bis auf wenige Ausnahmen abgezogen.

Die neue Geschäftsführung dagegen macht Verbesserungen in den Tarifverträgen sowie eine Zunahme der Fahrzeugkontrollen, die auch Fahrer binde, als Ursache für den Mangel aus. Neueinstellungen hatte sie bereits 2009 versprochen.

Der Tagesspiegel, [02.01.2012]

 
Die Party am Brandenburger Tor verlief aber friedlich

In der Silvesternacht gab es nach Polizeiangaben mehr Verletzte durch Böller als in den Vorjahren. Berlinweit waren es nach Schätzungen etwa 200. Das Unfallkrankenhaus in Marzahn zählte bis 8 Uhr am Neujahrsmorgen alleine 17 Opfer durch Pyrotechnik, dies sei „überdurchschnittlich viel“, wie Kliniksprecherin Angela Kijewski berichtete. Darunter waren fünf schwere Handverletzungen durch Explosionen, dabei wurden Finger ganz oder teilweise abgerissen, überwiegend durch illegale Polenböller. Das Unfallkrankenhaus Berlin gehört zu den großen handchirurgischen Zentren in Deutschland, in das besonders schwer Verletzte auch aus anderen Bundesländern eingeliefert werden.

Der schwerste Unfall ereignete sich bereits um 17 Uhr am Silvestertag in Bernau. Einem 32-Jährigen wurde durch einen Polenböller eine Hand vollständig zerstört, in einer siebenstündigen Operation versuchte ein mehrköpfiges Team um Chefarzt Andreas Eisenschenk möglichst viel zu retten. Um 22.30 Uhr wurde ein 36-Jähriger aus Berlin in den OP-Saal gebracht, dem so genannte Vogelschreckmunition in der Hand explodiert war. Diese wird eigentlich aus Pistolen abgefeuert, der Einsatz ist nur Bauern erlaubt, in der Stadt ist der Gebrauch illegal. Zudem gab es fünf schwer Brandverletzte durch Missbrauch von Krachern, bei einem 48-Jährigen waren 24 Prozent der Hautoberfläche verbrannt. Alle durch Pyrotechnik Verletzten waren Männer.

Die Feuerwehr zählte 1135 Fahrten von Rettungswagen, 140 mehr als im Vorjahr, darunter waren viele Verletzte nach Schlägereien und Alkoholvergiftete. Die Party am Brandenburger Tor verlief friedlich, trotzdem benötigten mehr als 300 Personen die Hilfe der Sanitäter des DRK, mehr als 70 Personen wurden von dort in Krankenhäuser gebracht.

Polizei und Feuerwehr hatten in der Silvesternacht zwar viel Arbeit, spektakuläre Einsätze wegen Großbränden oder schweren Gewalttaten waren aber – anders als in den meisten Vorjahren – nicht darunter. Wie von der Feuerwehr befürchtet, stieg allerdings die Zahl der Brände deutlich an. 397 Mal mussten Löschzüge zwischen 19 Uhr und 6 Uhr ausrücken, zwei Wohnungen brannten, zudem in Prenzlauer Berg ein Möbellager. In den beiden Vorjahren hatten die Zahlen mit 281 und 231 Bränden deutlich niedriger gelegen. Die Steigerung liegt jedoch vor allem an der trockenen und recht warmen Witterung in diesem Jahr; in beiden Vorjahren hatten Schnee und Eis viele Feuer verhindert. Zum Jahreswechsel 2003/2004 hatte in diesen elf Stunden knapp 800 Brände gegeben, sonst schwankte die Zahl meist zwischen 400 und 600. Inwieweit die neue Pyrotechnik Brände verursacht hat, konnte die Feuerwehr nicht einschätzen. Wie berichtet, waren in diesem Jahr erstmals nach einer Gesetzesänderung der EU in Deutschland Raketen mit bis zu 500 Gramm Schwarzpulver erlaubt, zuvor waren es nur 200 gewesen. Balkonbrände, die auf Wohnungen übergreifen, hat es jedoch schon immer gegeben.

Gegen einen Böller-Werfer rückte das SEK an

Die Polizei zählte zwischen 18 Uhr und 6 Uhr etwa 1700 Funkstreifeneinsätze, genau so viele wie letztes Jahr. Bemerkenswert war nach Angaben des Präsidium ein Fall in Hohenschönhausen: Ein 37-Jähriger hatte aus seiner Wohnung heraus einen Passanten mit Pyrotechnik beschossen. Da der Schütze freiwillig nicht die Tür öffnete, sondern weiterballerte, rückte das SEK an und stürmte die Wohnung. Munition und Pyrotechnik wurden sichergestellt, der Mann vorübergehend festgenommen.

Auffallend viele Autos brannten durch fehlgeleitete oder missbrauchte Böller ab, etwa zehn stadtweit. Ein politisches Motiv war nicht zu erkennen. Allerdings wurde die Polizei von der linken Szene bei der so genannten „Knastdemo“ in Moabit in der Silvesternacht mit Böllern beschossen. In Friedrichshain und auf der Oberbaumbrücke flogen Steine auf Polizeiautos, mehrere Beamte wurden durch zersplitternde Scheiben verletzt. Mehrere Randalierer wurden festgenommen.

Friedlich verlief hingegen die größte Silvesterparty der Stadt: Hunderttausende Berliner und Touristen haben auf der Festmeile am Brandenburger Tor in das neue Jahr hinein gefeiert. Schon gegen 19 Uhr mussten die ersten Zugänge wegen des großen Andrangs gesperrt werden, um 23 Uhr war das Gebiet nach Beobachtung der Polizei „voll“. Die Veranstaltung auf der Straße des 17. Juni gilt als eine der weltweit größten Silvesterpartys, nach Angaben der Tourismus-Gesellschaft „visit berlin“ war es für die Hotels „eines der besten Silvester seit dem Jahr 2000“. Wegen des angenehmen Wetters kamen die ersten Besucher bereits am frühen Nachmittag. Überstrahlt wurden die Auftritte der Scorpions, von Udo Jürgens und Kim Wilde vom zehnminütigen Höhenfeuerwerk.

620 Männer und Frauen der BSR begann wie in jedem Jahr um 3 Uhr am Neujahrsmorgen mit dem Aufräumen. Nach Einschätzung von Sprecherin Sabine Thümler lagen „viele Batterien, aber weniger rote Fetzen“ auf den Straßen. Das sei ärgerlich, da die großen Pappbehälter per Hand eingesammelt werden müssen, da Maschinen dies nicht schaffen. Thümler appellierte an alle Berliner, den gröbsten Müll vor dem eigenen Haus selbst zu beseitigen.

Der Tagesspiegel, [02.01.2012]

 
Berlins weltbekannter Eisbär soll ein Denkmal bekommen

Knut forever – mehr als 20 Künstler aus dem deutschsprachigen Raum haben ihre Ideen bei einem Wettbewerb eingereicht, den der Förderverein für Zoo und Tierpark ausgeschrieben hat: Berlins weltbekannter Eisbär, der im vergangenen Frühjahr nach einer viralen Hirninfektion in den Wassergraben seines Geheges stürzte und ertrank, soll ein Denkmal erhalten. Am Dienstag endete die Einsendefrist. Eine Jury wird Anfang nächsten Jahres entscheiden, welche der Ideen für eine Bronzeskulptur verwirklicht wird. Abgeliefert wurden nicht nur Zeichnungen, sondern auch Modelle, darunter eine mehr als 100 Kilogramm schwere Stahlskulptur.  „Auch etwa 15 Laien haben uns Ideenskizzen geschickt“, sagt Thomas Ziolko, der Vorsitzende des Fördervereins. „Diese werden allerdings nicht gewertet.“ Denn Knut solle ein professionelles Denkmal bekommen.

Noch werden die eingereichten Arbeiten nirgendwo gezeigt. „Nach der Entscheidung der Jury wird der Siegerentwurf öffentlich vorgestellt“, sagt Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz. Die Skulptur soll den jungen Knut, etwa drei Monate alt,  in Lebensgröße zeigen. So wie ihn viele Berliner und Menschen aus aller Welt liebten. Der von seiner Mutter verstoßene Eisbär, der von seinem ebenfalls verstorbenen Pfleger Thomas Dörflein mit der Hand aufgezogen wurde, war eines der berühmtesten Berliner Zootiere, weit über die deutsche Hauptstadt hinaus. Deshalb  bekommt er wie  andere bekannte und beliebte Zoo-Bewohner, zum Beispiel Gorilla Bobby und Nilpferd Knautschke,  sein eigenes Denkmal. „Die Knut-Skulptur wird im Frühjahr zwischen Eisbärengehege und Vogelhaus aufgestellt“, sagt der Zoochef.  Etwa 15 000 Euro betragen die Kosten, das Geld soll aus Spenden kommen, sagt Ziolko. „10 000 Euro haben wir inzwischen zusammen.“ Er sei sicher, dass die Berliner noch mehr spenden, wenn der Sieger-Entwurf erst einmal ausgewählt sei.

Wirklicher Knut liegt im Eisfach

Der wirkliche Knut liegt derweil  noch im Berliner Naturkundemuseum in einem Eisfach. Denn der berühmte Bär soll als Dermoplastik aufgebaut werden wie der schon 1935 gestorbene Gorilla Bobby, der noch heute  das  Wappentier des Berliner Zoos ist. Der gewaltige Silberrücken steht, fast lebendig aussehend, im Naturkundemuseum. Doch Knut-Liebhaber hatten sich schon kurz nach dem Tod des Eisbären gegen das „Ausstopfen“ gewandt, sogar eine Demo vor dem Zoo veranstaltet. Dabei hat eine Dermoplastik eigentlich gar nichts mit Ausstopfen zu tun. Denn es wird ein Modell angefertigt über das dann das Fell des Bären gezogen wird, so dass er möglichst lebensecht dargestellt wird.

Allerdings wird das noch dauern. „Es ist noch alles offen. Derzeit haben wir keinen Termin für die Präparation,“ sagt Museumssprecherin Gesine Steiner. Es gebe auch noch keine Klarheit darüber, wann und in welchem Rahmen Knut im Naturkundemuseum gezeigt werde.

Berliner Zeitung, [20.12.2011]

 
United Buddy Bears – erstmals in Südostasien

Vom 08. Dezember 2011 bis zum 15. Februar 2012 wird die Ausstellung der United Buddy Bears in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur - und damit erstmalig in Südostasien - präsentiert. Unter der Schirmherrschaft des Sultan von Selangor, Sultan Sharafuddin Shah, werden 147 Bären in Downtown auf dem Platz vor dem Pavilion an der Bukit Bintang zu sehen sein.

Während der 10 Ausstellungswochen wird vor allem die Hilfe für Kinder in Not eine zentrale Rolle einnehmen. Über Patenschaften für die einzelnen Länderbären sowie zahlreiche Sideevents werden Spenden für vier Kinderhilfsorganisationen gesammelt.

So konnten in den vergangen 22 Ausstellungen 1.8 Mio. Euro an Kinderhilfsprojekte übergeben werden.

Feierliche Eröffnung

Vor rund 3.000 geladenen Gästen wird der Sultan von Selangor die Ausstellung gemeinsam mit dem Bürgermeister von Kuala Lumpur, Tan Sri Ahmad Fuad Ismail, und Dr. Klaus Herlitz eröffnen. Begleitet wird die Zeremonie vom Malaysischen Symphonieorchester sowie von nationalen Künstlern.

Neuer United Buddy Bear für Malaysia

Höhepunkt der Eröffnung wird die Enthüllung des neuen malaysischen Bären sein, der von Imuda, einem der erfolgreichsten malaysischen Künstler und Comedians, gestaltet worden ist. In Form eines Cartoons mit typischen malaysischen Symbolen zeigt sich die Vielseitigkeit des südostasiatischen Staates in den Farben der Nationalflagge.

Sponsoren in Kuala Lumpur

Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren und Partnern der Ausstellung. Das Organisationsteam vor Ort, E-Plus Entertainment Productions (m) Sdn Bhd, hat es ermöglicht dieses Projekt in Kuala Lumpur zu realisieren.

 
Der Regen hat vielen Händlern in den Einkaufsstraßen das Adventsgeschäft vermiest

Nieselregen, kalter Wind, Schmuddelwetter eben: Das hat den Händlern in Berlins Einkaufsstraßen am Sonntag teilweise ihr Adventsgeschäft vermiest. Die Zahl der Flaneure war bis zum frühen Nachmittag noch recht hoch, doch kaum fielen die ersten Tropfen, zog es die meisten Kunden ins trockene Kaufhaus oder in die Center. Und wegen der bislang eher milden Temperaturen waren die Kunden „sehr zurückhaltend, vor allem bei Wintersportartikeln und Winterkleidung“, teilte der Handelsverband mit. Dafür machte sich bemerkbar, dass am Dienstag der Nikolaustag bevorsteht: „Besonders Schokolade, sowie Parfum und kleine Spielwaren" seien die Renner, hieß es.

Der Umsatz im Weihnachtsgeschäft, das für die meisten Läden etwa Mitte November begonnen hat, liege „gleichauf mit 2010“, sagte KaDeWe-Sprecherin Petra Fladenhofer. Durch das warme Wetter habe es nur „Verschiebungen“ gegeben: Wintermode war auch im zweitgrößten Warenhaus Europas am Wittenbergplatz wenig gefragt, im Gegensatz zu Schmuck oder Designerstücken für die Inneneinrichtung. Und sogar modische Frühlingskollektionen gingen schon „sehr gut".

Als der Kaufhof am Alexanderplatz seine Türen öffnete, strömten so viele Kauflustige hinein, „als hätten wir seit Tagen geschlossen gehabt“, erzählte Geschäftsführer Detlef Steffens. „Dabei war doch am Samstag bis 22 Uhr geöffnet“. Aber der zweite Adventssonntag galt wegen der veränderten Ladenschlussregeln als erster Höhepunkt des Weihnachtsgeschäfts. Seit 2010 dürfen Berlins Läden nur noch an zwei Adventssonntagen öffnen, weil die Kirchen gegen den Verkauf an allen vier Sonntagen erfolgreich geklagt hatten. Deshalb gibt es erst wieder am 18. Dezember eine Sonderöffnung. Viele Läden versuchen dies durch längere Verkaufszeiten werktags auszugleichen.

Das aber gelingt nur bedingt: „Viele Touristen, die am Sonntag die Stadt besuchen, sind am Montag wieder weg", sagt Kaufhof-Chef Steffens. Bereits 2010 sei der Umsatz wegen des Wegfalls zweier Sonntage spürbar gesunken. Erfreulicher seien die vielen Weihnachtsmärkte: Reisende aus ganz Europa kämen „extra dafür nach Berlin“. So beflügelte auch der Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg den dortigen Umsatz. Im Modekaufhaus Peek & Cloppenburg freute man sich über Verkaufszahlen, die dank der steigenden Touristenzahlen sogar höher seien als früher. In der Tauentzienstraße wird dagegen das Flanieren noch immer durch die vielen Baustellen erschwert.

„Insgesamt sind wir ganz zufrieden“, bilanzierte der Handelsverband am Abend. Noch mehr erwartet man vom vierten Adventssonntag. Erfahrungsgemäß nutzten viele Berliner erst das letzte Wochenende vor Heiligabend für ihren Geschenkekauf.

Der Tagesspiegel, [05.12.2011]

 

 
Advents- und Weihnachtszeit und Candlelight Dinner-Menü "Genuss zu Zweit"

Eingerichtet mit originalen Requisiten der CCC Filmstudios und vielen Erinnerungen an große deutsche Filme, bietet das Restaurant "Movie" Platz für angeregte Gespräche und lädt zum Schlemmen ein. Es erwartet Sie eine Auswahl regionaler und internationaler Gerichte.

Aus unserem Kulinarischen Kalender: Advents- und Weihnachtszeit: 26. November 2011 - 30. Dezember 2011

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 06.30 - 10.00 Uhr
Samstag und Sonntag: 07.00 - 11.00 Uhr
Mittag (kleine Karte): 11.30 - 13.30 Uhr
Abendessen: 17.30 - 22.00 Uhr

Kids eat free
Kinder bis einschließlich 12 Jahre essen in unserem Restaurant aus der Kinderkarte kostenfrei, wenn sie in Begleitung eines zu Mittag oder zu Abend essenden Erwachsenen sind (max. 2 Kinder pro einem Erwachsenen). Dieses Angebot gilt für Familien, die im Hotel übernachten.

"Genuss zu Zweit"

Jeden Freitag ab 18:00 Uhr können Sie ein 3-Gang-Menü genießen - Candlelight Menü

Weihnachtsmenü - Preis pro Person: 20,00 Euro.

 
Bis März 2012 wird der Berliner Fernesehturm renoviert - im laufenden Betrieb

Nichts gegen die 90er Jahre. Aber Blau und Türkis zusammen mit den Grautönen des Stahls und Aluminiums wirken heute reichlich kühl. 1996, als das Innere des Fernsehturms zum letzten Mal umfassend renoviert wurde, galt dieser Look für die Panorama-Bar auf 203 Meter Höhe als der letzte Schick. Durch Modernisierungsmaßnahmen soll nun bis März 2012 die Wohlfühlatmosphäre der ursprünglichen Inneneinrichtung in das denkmalgeschützte Wahrzeichen zurückkehren.

Denn als der Turm am 7. Oktober 1969 nach rund vierjähriger Bauzeit eröffnet wurde, schufen zahlreiche Holzelemente im Eingangsbereich, in der Panorama-Bar und im Drehrestaurant eine warme Atmosphäre.

Aus Brandschutzgründen ist es allerdings heute nicht mehr möglich, wieder mehr Holz zu verwenden. „Dafür werden wir an Wänden und Böden viel mit Sandtönen und hellen Farben arbeiten“, sagt Christina Aue, Geschäftsführerin der Betreibergesellschaft. Von Frühjahr bis Herbst besuchen täglich rund 5000 Menschen den 368 Meter hohen Turm. Insgesamt kommen etwa 1,2 Millionen Besucher pro Jahr, etwa 60 Prozent davon internationale Gäste. Trotz der hohen Besucherzahlen werden fast alle der rund 1,5 Millionen teuren Umbaumaßnahmen bei laufendem Betrieb stattfinden. So werden derzeit bereits die obere und untere Eingangshalle neu gestaltet und die Toilettenanlagen saniert. Nur wenn im Februar 2012 als letzte Station das Restaurant verschönert wird, muss dieser Bereich aus Hygienegründen für zwei bis drei Wochen geschlossen werden.

Neben der neuen Farbwahl und einem optischen Mix aus 70er-Jahre-Klassik und Moderne wird es noch mehr Veränderungen geben: In den Eingangshallen wird auf den vorhandenen Fliesen Teppichboden verlegt, um den Schall besser zu dämmen, und auch der Umbau der Büfett-Theke im Restaurant soll die Geräuschkulisse senken. „Weil derzeit die Kaffeemaschinen und Zapfanlage ganz vorn am Büfett stehen, erzeugen die Geräusche leider einen Hauch Kantinenatmosphäre“, erklärt Aue. Außerdem wird anstelle der kleinteiligen Flügeltüren am Eingang des Turms eine große Drehtür eingebaut und aus Brandschutzgründen die Garderobe von der Aussichtsetage mit der Panorama-Bar ins Erdgeschoss verlegt. Wo sich derzeit die Garderobe befindet, wird für Gäste, die auf einen Platz im Restaurant warten, ein zusätzlicher Aufenthaltsbereich mit Sitzmöglichkeiten entstehen.

In der unteren Eingangshalle sollen mit roten Sofas mehr Sitzmöglichkeiten geschaffen werden. „Denn zeitweilige Wartezeiten lassen sich wegen der Sicherheitsbestimmungen auch durch einen Umbau nicht verkürzen“, sagt Aue. So dürfen sich zeitgleich nur 200 Besucher im Restaurant und höchstens 320 Besucher insgesamt in der Kugel aufhalten. Um Wartezeiten zu vermeiden, verweist Aue auf die von ihr eingerichtete Möglichkeit der vorherigen Online-Buchung auf www.tv-turm.de. Dort finden sich auch tagesaktuelle Informationen über eventuelle Einschränkungen durch den Umbau.

Aue, die seit Juli 2007 Geschäftsführerin ist, scheint Veränderungen offenbar zu mögen. Und manches tut sie, obwohl einige zunächst skeptisch den Kopf schütteln. Wie bei der Überarbeitung der Speisekarte. Seit kurzer Zeit kann man nämlich in 208 Meter Höhe über dem Alexanderplatz neben anderen Speisen wieder DDR-typische Gerichte wie Soljanka oder Grilletta bestellen. Und zum Nachtisch? Natürlich einen Schwedeneisbecher.

Der Tagesspiegel, [23.11.2011]

 
Pünktlich zum Kälteeinbruch wird auf Berliner S-Bahnhöfen wieder länger gewartet

Die S-Bahn fährt weiter nach dem Prinzip Hoffnung: Der Fahrermangel, der in den vergangenen Tagen zu Ausfällen auf mehreren Linien geführt hat, wird nach Angaben von S-Bahnchef Peter Buchner erst im nächsten Jahr behoben sein. Und weil ein Teil der Flotte in diesem Jahr auf keinen Fall winterfest gemacht werden kann, muss bei Schnee und Frost erneut mit Ausfällen gerechnet werden. Zudem verzögert sich die Inbetriebnahme sanierter Züge weiter. Deshalb hat sich das Unternehmen intern bereits von seinem Plan verabschiedet, zum Fahrplanwechsel im Dezember wieder auf allen Linien zu fahren.

Unabhängig davon werden zudem im nächsten Jahr mehrere Großbaustellen zu zum Teil monatelangen Unterbrechungen führen, was auch den Betrieb der S-Bahn erschwert.

Geänderte Tarifverträge und die Folgen einer sogenannten Belastungsstudie bei den Lokführern habe den Fahrermangel verursacht, sagte Personalchef Christoph Wachendorf. Derzeit gebe es rund tausend Lokführer; das Unternehmen braucht nach Buchners Angaben aber etwa hundert mehr. Seit Anfang des vergangenen Jahres bilde man verstärkt aus, doch die Kapazität dafür sei beschränkt. Hinzu komme derzeit ein Krankenstand, der gegenüber der Planung fast doppelt so hoch sei. Und auch die Zahl der für den Fahrdienst untauglich gewordenen Mitarbeiter sei relativ hoch, sagte Buchner. Unter der früheren Geschäftsführung haben zudem zahlreiche erfahrene Lokführer das Unternehmen verlassen, weil man ihnen damals keine Perspektive mehr bot.

Das jetzt hinzugekommene Problem mit leeren Bremssandbehältern, über das der Tagesspiegel am Donnerstag berichtet hatte, will Buchner durch den Einsatz von mobilen Teams zum Nachfüllen lösen. Derzeit sollen die Behälter in einem Siebentagerhythmus in den Werkstätten aufgefüllt werden. Weil durch das viele Laub auf den Schienen im Moment häufiger und stärker gebremst werden muss, sind die Behälter aber oft schon vorzeitig leer. Die Züge dürfen dann statt mit 80 km/h nur noch mit 60 km/h fahren, was den Fahrplan durcheinanderbringt. Vor allem auf dem Ring führen unterschiedliche Geschwindigkeiten der Züge schnell zu riesigen Lücken im Fahrplan. Am Dienstagabend mussten Fahrgäste bis zu 50 Minuten auf einen Zug warten.

Weil nach wie vor auch einsatzfähige Bahnen fehlen, von 650 Doppelwagen waren zuletzt 476 unterwegs, kann zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember auch die vor zweieinhalb Jahren eingestellte S 85 (Waidmannslust–Grünau) noch nicht wieder in Betrieb gehen. Sie komme vielleicht noch im Dezember, vielleicht aber auch erst nächstes Jahr wieder, sagte Buchner. Mitte Dezember solle die S-Bahn wieder nach Plan fahren, hatte Bahnchef Rüdiger Grube im Sommer angekündigt. Für ausgefallene Fahrten zieht der Senat der S-Bahn einen Teil der Zuschüsse ab; in diesem Jahr waren es bisher 37,8 Millionen Euro. 2009 und 2010 hielt der Senat zusammen bereits mehr als 100 Millionen Euro zurück.

Der Chef des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), Hans-Werner Franz, fragt sich, wie die S-Bahn das volle Angebot fahren wolle, wenn sie derzeit bereits bei nur erreichten 82 Prozent schon so große Probleme habe. Der sich abzeichnende Fahrermangel hätte viel früher erkannt und beseitigt werden müssen, sagte Franz. Und dass selbst beim Bremssand noch keine Lösung gefunden worden sei, sei mehr als bedauerlich.

Hinzu kommen diverse Bauarbeiten, die die S-Bahn auch im kommenden Jahr ausbremsen. Durch den Baustellenverkehr seien oft sogar mehr Fahrer im Einsatz als ohne, sagte Buchner. Und gebaut wird viel: Für das Schienennetz sollen in Berlin und Brandenburg 453 Millionen Euro investiert werden, in Bahnhöfe wolle man 81 Millionen Euro stecken, kündigte der Berliner Bahn-Chef Ingulf Leuschel am Donnerstag an.

Unter anderem werden zwischen Marienfelde und Lichtenrade die Gleise der S-Bahn erneuert, weshalb dieser Abschnitt vom 21. Juni bis 3. August unterbrochen wird. Keinen Zugverkehr gibt es vom 30. März bis 16. April auch auf dem Ostring zwischen Schönhauser Allee und Neukölln/Baumschulenweg. Und wie häufig im Straßenbau gibt es auch auf der Schiene Koordinationsprobleme: Gleichzeitig mit der Sperrung bei der S-Bahn unterbricht auch die BVG den Verkehr auf der U 2 zwischen Pankow und Rosa-Luxemburg-Platz vom 7. bis zum 18. April, so dass diese Umfahrungsmöglichkeit entfällt. Der Ostring werde wesentlich länger gesperrt als zunächst geplant. Davon sei auch die BVG überrascht worden, sagte deren Sprecher Klaus Wazlak. Ändern könne man daran jetzt nichts mehr. Hier hilft nicht einmal das Hoffen.

Der Tagesspiegel, [18.11.2011]

 
Galeria Kaufhof am Alexanderplatz ist länger für Sie da

Verlängerte Öffnungszeiten im Dezember: Montag bis Samstag jeweils von 9:30– 22:00 Uhr.
An den Advent-Sonntagen 04.12. und 18.12. von 13:00 bis 20:00 Uhr und Heiligabend sowie Silvester jeweils von 09:00 bis 14:00 Uhr.

 

 
Großer Weihnachtsmarkt in der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz in der 3. Etage

Die Galeria Kaufhof am Alexanderplatz verzaubert Ihr Weihnachtsfest mit den Themen Skandinavischer Landhausstil, Waldzauber, Natur, Rot, Silber, Gold u.v.m.

Auf dem Weihnachtsmarkt erhalten Sie alles für ein märchenhaftes Weihnachtfest, wie Weihnachtskugeln, Weihnachtsfiguren, Weihnachtsteller, Kerzen, Pyramiden, Nußknacker, Geschenkverpackungen, Beleuchtungselemente und vieles mehr. Besuchen Sie auch unseren Weihnachts-Süßwaren-Markt in der 4. Etage.

Die Galeria Kaufhof am Alexanderplatz hat alles für ein märchenhaftes Weihnachtsfest!

Die Galeria Kaufhof am Alexanderplatz freut sich auf Sie!

 

 
Am 21. November wurden die meisten der 80 Weihnachtsmärkte der Stadt eröffnet

Der Anblick der "Schlemmerkate" stimmt schon vorweihnachtlich: Die drei aneinandergereihten Holzhütten sind aufgebaut, der Schriftzug ist dran, der Ausschank ist fertig, die 1000 Glühlampen leuchten – und Martin Blume guckt ganz zufrieden auf seinen Stand auf dem Breitscheidplatz in Charlottenburg. „Wir haben erst am Morgen angefangen aufzubauen“, sagt er.

Mit 15 Leuten sei er im Einsatz, erzählt der Schausteller, dessen Vater bereits seit den 1960er-Jahren mit einem Stand auf dem Markt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche vertreten war. Eben jener Vater, erzählt Martin Blume, habe diesen Weihnachtsmarkt damals mit aus der Taufe gehoben und außerdem als erster in Berlin Glühwein angeboten. „Den haben wir damals noch per Hand hergestellt“, sagt der Sohn stolz, der Wein sei mit Zimt, Nelken, Orangen und Zitronen versetzt worden. Blume, der eine dicke Jacke trägt, schaut kurz auf die Männer, die gerade einen großen Edelstahlgrill montieren, dann erzählt er, dass sein Vater das Rezept für den Glühwein aus Skandinavien mitgebracht hätte. „Wir waren auch die Ersten, die die Champignonpfanne angeboten haben“, sagt Blume. „Jetzt gibt es die ja überall."

Wer jetzt Lust auf Glühwein oder Pilzpfanne bekommt, muss noch fünf Tage warten: Am kommenden Montag öffnen die meisten der etwa 80 Berliner Weihnachtsmärkte für Besucher – der Markt am Breitscheidplatz ebenso wie der Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg und der „Weihnachtszauber“ am Gendarmenmarkt. Seit Tagen schon werden Verkaufsstände, Buden und Fahrgeschäfte aufgebaut. Auf dem Breitscheidplatz war man am Dienstag dabei, die 25 Meter hohe Weihnachts-Pyramide aufzubauen, vier Etagen hoch, frisch hergestellt in Leipzig. Auf der anderen Seite des Marktes wurden 450 Tannenbäume ausgeladen – und verströmten dort einen harzigen Geruch.

Jedes Jahr neue Karusells

Am Gendarmenmarkt, wo der Aufbau des Marktes bereits vergangene Woche Montag begonnen hat, stehen bereits die weißen Zelte mit den gelben Weihnachtssternen. Normalerweise baue jeder Schausteller seinen Stand allein auf, sagt der technische Leiter Jörn Waldhelm. Nicht so am Gendarmenmarkt: „Wir bauen mit 100 Leuten zentral auf, deshalb haben wir so zeitig begonnen.“ Am Freitag sei der Aufbau fertig, dann könnten die Schausteller die Zelte beziehen. Der kleine Markt ist der wohl elitärste in Berlin – er ist der einzige, für dessen Besuch Eintritt bezahlt werden muss, ein Euro. „Vergangenes Jahr hatten wir noch einen Außenbereich, der gratis war“, sagt Waldhelm, „das machen wir dieses Jahr nicht mehr so".

Auf dem Weihnachtsmarkt zwischen Alexanderplatz und Jannowitzbrücke, wo sich schon zu DDR-Zeiten die Karussells drehten, werden jedes Jahr neue Fahrgeschäfte präsentiert. Aufgebaut sind die Karussells bereits. An der Geisterbahn wird letzte Hand angelegt. Schausteller schmückten sie am Dienstag mit Tannenzweigen. Die Geister – unter ihnen Hannibal Lecter und der „Fluch der Karibik“-Bösewicht mit Tentakelbart – warten schon auf schreckhafte Besucher.

Alle Weihnachtsmärkte unter www.weihnachteninberlin.de

Berliner Zeitung, [16.11.2011]